Geld sparen

Warum Sie mit 1-Euro-Käufen langfristig nicht sparen

Warum Sie mit 1-Euro-Käufen langfristig nicht sparen
geschrieben von Burkhard Strack

Jeder kennt sie, viele haben sicher auch schon einmal in ihnen gestöbert: Vielerorts gibt es schon seit längerer Zeit den einen oder anderen 1-Euro-Shop, in dem sich viele Waren zum auf den ersten Blick günstigen Preis von nur einem Euro erstehen lassen. Aber spart man hier auf lange Sicht wirklich Geld?

Der geringe Preis der Artikel rentiert sich dabei für den Geschäftsinhaber natürlich nur, wenn er auch an den zum Preis von einem Euro verkauften Artikeln noch etwas verdienen kann. Dies bedeutet aber andererseits, dass an anderer Stelle gespart werden muss.

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1-Euro-Artikel haben meist keine gute Qualität

Häufig handelt es sich bei 1-Euro-Ware um minderwertige Artikel oder aber um solche, die aus Insolvenzen stammen und deren qualitativer Zustand manchmal unklar ist. So bringt der günstige Einkauf etwa einer Suppentasse für einen Euro im Großen und Ganzen im Hinblick auf das Sparen nichts, wenn diese dafür besonders schnell kaputt geht und häufig nachgekauft werden muss.

Auch ansonsten: Augen auf beim Euro-Einkauf

Auch dann, wenn die
Qualität der im 1-Euro-Shop angebotenen Artikel grundsätzlich annehmbar
ist, wird häufig mit Tricks gearbeitet, um den geringen Preis zu
rechtfertigen. Diese verhindern dann, dass der unkritische
1-Euro-Shopper wirklich bares Geld sparen kann. Der einheitliche Preis
von einem Euro verleitet nämlich viele Kunden dazu, ihr kritisches
Denken kurzzeitig auszuschalten und möglichst viele der scheinbaren
Schnäppchen in den Einkaufswagen zu packen.

Dies ist ein psychologischer
Trick, der durchaus auch bei Menschen funktionieren kann, die sich
ansonsten nicht leicht hinters Licht führen lassen. Was sollte man also
beachten, wenn man trotz dieser Marketing-Strategien langfristig sparen
will?

Sparen ade: Tricksereien bei der verkauften Menge

So werden einerseits auch Artikel angeboten, die zum Teil z.B. im Supermarkt um die Ecke für einen Preis deutlich unter einem Euro angeboten werden. Andererseits gilt hier auch ab und zu die Taktik "Aus eins mach zwei": Bei dem geringen Handlungsspielraum bei der Preisgestaltung wird häufig einfach die Menge der angebotenen Ware angepasst, um aus dem 1-Euro-Verkauf für den Betreiber des Shops unterm Strich wieder ein lukratives Geschäft zu machen.

Hier empfiehlt es sich, einfach einmal in Ruhe die Angebote der Euro-Shops auch im Hinblick auf die gekaufte Gesamtmenge mit dem Katalog des lokalen Supermarktes oder eines Internet-Händlers zu vergleichen. Oftmals erlebt man hier die eine oder andere Überraschung und ist wieder um eine Erkenntnis reicher, wie man in der Zukunft durch eine cleverere Einkaufstaktik noch mehr Geld sparen kann.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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