Verbrauchertipps

Wie teuer sind Tierarztbesuche wirklich?

Viele Deutsche können sich das Leben ohne vierbeinigen Gefährten nicht vorstellen. Doch die, die es noch in Erwägung ziehen, sehen oft wegen angeblich hohen Tierarztkosten von der Anschaffung eines Haustiers ab. Doch wie viel kostet ein Tierarztbesuch wirklich?

Wenn der tierische Freund erkrankt ist, bedeutet dies in erster Linie Stress. Stress für das Tier und Stress für den Besitzer. Und natürlich auch hohen Kostenaufwand. Doch nur wenige kennen die genaue Gesetzeslage und die Entgeltsituation beim Veterinär.

Gebührenordnung für Tierärzte (GOT)

Grundsätzlich werden die Kosten für einen Tierarztbesuch in der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) festgelegt. Jeder Tierarzt verpflichtet sich, sich an die im GOT genannten Höchst- und Mindestpreise zu halten. Diese werden in der Anlage zum GOT minutiös aufgeführt, von der allgemeinen Untersuchung je nach Tierart, Fütterungsberatung bis zu individuellen Fällen wie Radikaloperationen bei Hufkrebs.

Aber Vorsicht: Die dort aufgeführten Preise stellen den einfachen Satz dar. Das bedeutet, dass sie Mindestpreise sind, die nicht unterschritten werden dürfen. Der Tierarzt jedoch, kann die angegeben Sätze maximal dreifach überschreiten.

Preise können variieren

Der GOT ist also nur ein Leitfaden, die Preise selbst könne von Tierarzt zu Tierarzt variieren. Ferner werden im GOT nur die Behandlungskosten aufgeführt – nicht jedoch die Preise für Medikamente, Voruntersuchungen und OP-Materialien. Auch diese sind je nach Tierarzt verschieden hoch und richten sich beispielsweise nach dem Materialzulieferer. Zudem können bei einer Behandlung die länger andauert, als erwartet, Mehrkosten entstehen.

Daher sollte der Tierbesitzer den GOT nur als losen Leitfaden sehen – grundsätzlich ist es ratsam, sich vor einer Behandlung beim Tierarzt über die Kosten zu informieren. Interessanterweise können diese nämlich runtergehen, wenn der Besitzer selbst einen Aufwand betreibt. Das muss nicht mal die Selbstbeschaffung von Medikamenten sein.

Manche Tierärzte können im Preis runtergehen, wenn der Besitzer bei einer Behandlung, die nicht medizinische Fachkenntnis erfordert, mithilft. Auch wenn die Aufwachphase vom Besitzer selbst überwacht wird (nach einer Einweisung über Atmungs- und Herzschlagkriterien) entfällt die Aufnahme in eine Tierstation der Praxis, und somit auch Extrakosten. All kann und sollte im Voraus mit dem Tierarzt geklärt werden. [mv]

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.