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Was bringt die Schufa-Unternehmensauskunft?

Die Schufa-Unternehmensauskunft ermöglicht Privatpersonen, Bonitätsinformationen über Firmen einzuholen. Interessant könnte dies vor der Vergabe größerer Aufträge an Handwerker oder für Bauherren sein. Erfahren Sie hier, ob sich eine solche Auskunft für Sie lohnt.

Die Schufa-Unternehmensauskunft für Privatpersonen kann in einigen Fällen durchaus interessant sein. Beispielsweise für den Bauherren, der sich im Vorfeld einer Beauftragung über eine Baufirma informieren möchte. Oder für den Arbeitnehmer, der sich vor Abschluss eines Arbeitsvertrages über seinen neuen Arbeitgeber detailliert informieren möchte.

Was ist die Schufa-Unternehmensauskunft?

Die Schufa-Unternehmensauskunft gibt es bereits seit dem Jahr 2010. Mit diesem Instrument können sich Privatpersonen Informationen über die Bonität von Unternehmen einholen. Die Auskünfte beziehen sich natürlich nur auf die Bonität – hingegen nicht auf die Qualität der erbrachten (z. B. handwerklichen) Leistungen.

Im letzten Jahr hat die Schufa ihre Unternehmensauskunft mit neuen Leistungsmerkmalen ausgestattet. Eine neue 10-stufige Bonitätsskala erlaubt jetzt eine sehr differenzierte Einstufung der Bonität des angefragten Unternehmens. Darüber hinaus enthält die Auskunft Bilanz- und Insolvenzinformationen, Handelsregister- und Brancheninformationen, sowie Angaben zu Umsatz, Anzahl der Mitarbeiter oder dem Stammkapital.

Darüber hinaus können wichtige Ereignisse innerhalb des Unternehmens, z. B. ein Wechsel in der Geschäftsführung, rückwirkend bis zu 24 Monate verfolgt werden.

Was spricht für eine Unternehmensauskunft?

Tendenziell gilt: Wer sich längerfristig an ein Unternehmen bindet – etwa als Arbeitnehmer oder Auftraggeber –, der sollte sich gut über dieses Unternehmen informieren. Mithilfe einer Unternehmensauskunft erhalten Sie ein Instrument, um eventuelle Risiken besser einschätzen zu können. Dies wird vor allem am Beispiel von Arbeitnehmern oder Bauherren deutlich. Letztere gehen beispielsweise mit dem Bau eines Eigenheims ein großes finanzielles Wagnis ein.

Mit der Schufa-Unternehmensauskunft können Sie sich darüber informieren, wie es um die Finanzen dieses Unternehmens bestellt ist. Die Gefahren eines Baustopps durch die Insolvenz eines Baupartners können mithilfe der Schufa-Unternehmensauskunft zwar nicht gänzlich verhindert, aber zumindest reduziert werden.

Die Schufa-Unternehmensauskunft enthält die folgenden Informationen:

  • Bonitätsinformationen aus bisherigen Zahlungserfahrungen (inklusive Nennung von eventuell vorhandenen negativen Erfahrungen)
  • Stammdaten
  • Handelsregisterinformationen (abhängig von der Rechtsform)
  • Brancheninformationen (Profil, Tätigkeitsschwerpunkt)
  • Geschäftszahlen (Umsatz, Mitarbeiter, Stammkapital usw.)
  • Funktionsträger und deren Verflechtungen (Mitgliederstatus, Geburtstag, Wohnort, Verbindungen zu anderen Unternehmen)
  • Ereignisse der letzten Monate (z. B. Veränderung bei Geschäftsführung, Gesellschaftern)
  • Insolvenzinformationen (sofern vorhanden)
  • Bilanzinformationen

Was kostet die Schufa-Unternehmensauskunft?

Die Schufa-Unternehmensauskunft ist ein Service für registrierte Nutzer des Schufa-Internetportals. Eine Registrierung kostet einmalig 18,50 Euro. Nach der Registrierung kostet die Schufa-Unternehmensauskunft 28,50 Euro. Voraussetzung für eine Unternehmensauskunft ist allerdings der Nachweis, dass ein berechtigtes Interesse von dem Auskunftssuchenden an den Bonitätsinformationen des jeweiligen Unternehmens gegeben ist.

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Michael Konetzny

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