Urlaub mit Hund und Katze: Tiertransport rechtzeitig planen

Wenn Sie mit Ihrem Vierbeiner in den Urlaub fahren wollen, müssen Sie sich rechtzeitig Gedanken um den Transport machen.

Wenn das Haustier mit auf Reisen gehen soll, ist die Rechtslage kompliziert. Am einfachsten ist der Transport im Auto, doch wenn es um öffentliche Verkehrsmittel oder Flugreisen geht, wird die Situation komplizierter. Was müssen Sie beachten?

Tiertransport war früher kein Thema

In erster Linie liegt die Problematik in der Ausgangssituation. Denn Personenverkehrsmittel aller Art dienen, wie der Name schon andeutet, in erster Linie dem Personentransport. Der Tiertransport ist dabei im Prinzip nicht vorgesehen. Durch die Nachfrage haben sich allerlei Grauzonen gebildet.

Busse und Bahnen

In den öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Situation ein wenig simpler. So müssen kleinere Tiere grundsätzlich in einer stabilen Transportbox untergebracht werden, und ihr Transport ist unentgeltlich. Bei größeren Hunden herrscht Anleinpflicht, die Maulkorbregelung variiert von Gemeinde zu Gemeinde.

Ergo, ist es ratsam, vorher sich bei dem zugehörigen Verkehrsbetrieb über die Rechtslage zu informieren, meist gilt jedoch eine Maulkorbpflicht für größere Hunde. In jedem Fall ist für Tiere, die nicht in einer Transportbox untergebracht werden können, ein jeweils der Fahrstrecke entsprechender Fahrpreis eines Fahrscheins zum halben Preis zu zahlen.

Flugzeug

Komplexer ist die Rechtslage bei Fluggesellschaften. Einige Airlines untersagen bereits ausnahmslos den Tiertransport. Dies ist verständlich, denn die daraus resultierenden Komplikationen sind mannigfaltig.

Bei den meisten Fluggesellschaften dürfen kleinere Tiere in den Fluggastraum mitgenommen werden, wenn sie ein bestimmtes Gewicht nicht überschreiten und in einer bissfesten und wasserundurchlässigen Transportbox untergebracht sind. Größere Hunde müssen in einer ausreichend großen Transportbox im Frachtraum untergebracht werden.

Hierbei jedoch ergeben sich einige Probleme. Nicht nur, dass diese Situation enormen Stress für das Tier bedeutet, sie kann auch lebensgefährlich werden. Hat das Flugzeug nämlich Verspätung, und muss beispielsweise eine oder mehrere Stunden in der Hitze stehen, kann das Tier verenden. Aus der Rechtsperspektive ist diese Situation eine Grauzone. Zwar kann der Fluggast versuchen, bei derartigen Situationen die Entladung des Tieres aus dem Frachtraum zu erbitten, doch wird er wahrscheinlich keinen Erfolg haben.

Die Fluggesellschaften sehen Tiertransportboxen als Frachtstücke an und behandeln sie entsprechend. Zudem ist das Entladen eines Flugzeugs eine teure Angelegenheit.

Daher sollte der Haustierhalter, falls es nicht notwendig ist, auf Flugreisen mit dem Tier verzichten. Wenn es nicht vermieden werden kann, sind Nonstop-Flüge ein Muss, den Stress von mehreren Flügen wird ein Tier kaum unbeschadet überstehen. Und im Idealfall, sollte man eher versuchen, das Tier über die Urlaubszeit hinweg in gute Hände von Freunden oder eine qualitative Tierpension abgeben. [mv]

Veröffentlicht am 26. Januar 2012