Trend oder Tradition? Das ist wichtig beim Uhrenkauf

Trend oder Tradition? Das ist wichtig beim Uhrenkauf

Wo früher der Blick zum Handgelenk schweifte, zückt man heute Smartphone, Tablet und Co. Heute braucht aus praktischer Sicht kaum jemand mehr eine Armbanduhr oder gar einen mechanischen Zeitmesser. Doch die unterschiedlichen Uhrentypen haben viele andere Funktionen, als nur die Zeit anzuzeigen. Wie unterscheiden sich Armbanduhren voneinander, und was ist beim Uhrenkauf zu beachten?

Die Uhr am Handgelenk hat im Laufe der Jahre an symbolischem Wert immer mehr hinzugewonnen. Mit einer Armbanduhr kommt nicht nur die individuelle Persönlichkeit zum Ausdruck, sie dient auch als Statussymbol, Geldanlage und Schmuckstück.

Luxusuhren – Understatement und teures Innenleben

Teure Luxusuhren, wie solche von Rolex und Omega, kombinieren feinste traditionelle Handwerkskunst mit modernen Aspekten. Ob Gentlemen oder Business-Women: Die Träger von edlen Chronometern zeigen ihre Wertschätzung für Qualitätsarbeit und ausgeprägtes Stilbewusstsein. Mag das Äußere auch minimalistisch sein, stecken in dem kleinen Gehäuse oft monatelange Arbeit und hochkomplizierte Mechanismen.

Es gibt einige Gründe, warum Menschen viel Geld in teure Exemplare investieren. Sie schätzen Luxusuhren aus traditionellen Uhrmachereien auch wegen ihres zeitlosen Designs und ihrer Funktion als Wertanlage.

Mode- und Designeruhren

Modearmbanduhren gibt es in jedem Preissegment von günstig bis zum Preisniveau von edlen Luxustücken. Doch im Gegensatz zu mechanischen Qualitätsuhren halten Modeuhren meist nicht lange. Von ihren Trägern werden sie als modische Accessoires genutzt. Kein Wunder also, dass viele bekannte Modedesigner wie Emporio Armani, Gucci und Vivienne Westwood schon eigene Uhrenmodelle auf den Markt gebracht haben.

Modebewusste schätzen die typischen Designs und tragen das jeweilige Logo mit Stolz. Doch die meisten Designeruhren werden wie auch die günstigen Uhren in Asien produziert, was an einem fehlenden "Swiss made"-Siegel zu erkennen ist. Das dann häufig eingesetzte Quarzwerk kostet in der Herstellung lediglich wenige Euro und ist dementsprechend nur von kurzer Lebensdauer. Dennoch erfüllen Designeruhren ihren Zweck: Sie laufen meist präzise und sind modische Schmuckstücke.

Smartwatch: Der Computer am Handgelenk

Auch dabei handelt es sich um eine Modearmbanduhr, allerdings eine mit vielen Funktionen. Die Smartwatch ist ein kleiner Computer am Handgelenk und bietet viele Funktionen eines Smartphones. Solche Watches gibt es in unterschiedlichen Preissegmenten und Ausführungen. Die Materialkosten für das Apple Watch Sportarmband zum Beispiel liegen nach Schätzung der Marktforscher von IHS in der kleineren Ausführung bei etwa zwei Dollar. Verkauft wird das sportliche Armband für ca. 60 Euro.

Eine Smartwatch ist vor allem für technikaffine Menschen nützlich, die ihre Fitness mit einem Gadget kontrollieren und viele Benachrichtigungen aus sozialen Netzwerken erhalten wollen. Die Apple-Watch gibt es in der Gold-Edition für 11.000 Euro, womit sie in der Preisklasse von Luxusuhren liegt. Mit der Lebensdauer und dem symbolischen Wert einer klassischen Luxusarmbanduhr kann sie sich aber nicht messen.

Bei einer Rolex-Uhr gehen Tradition und Moderne Hand in Hand.

Bildrechte: Flickr Great birthday gift – Submariner Luke Ma CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Veröffentlicht am 30. Juli 2015
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Autor
Moritz Richartz