Streit um Bundeshaushalt dauert an

Der Bundeshaushalt! Immer noch streiten Koalition und Opposition um seinen Etat. Die Fragen nach sozialer Verträglichkeit und Geschenke an die Wirtschaft sind ein Thema. Wo würden Sie, wenn Sie zu entscheiden hätten, den geplanten Sparkurs ansetzen?

Überall ist Sparen angesagt, auch im Bundeshaushalt 2011. Doch hier halten viele Politiker den Vorschlag der Bundesregierung für sozial unverträglich. Die Opposition wirft der Regierung vor, die Wirtschaft bei diesem Sparkurs zu übervorteilen. Andere wiederum verlangen Steuererleichterungen, da die Konjunkturlage in Industrie und Handel ausgesprochen gut ist.

Wie gerecht ist der Bundeshaushalt?
Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Während die Atomindustrie das 100 Millionen Euro teure Geschenk durch den Verzicht auf die Brennelementesteuer aus dem Bundeshaushalt als durchaus angemessen empfindet, kann ein Hartz-IV-Empfänger sicher nicht verstehen, warum man ihm plötzlich auch noch das Elterngeld nimmt. Die Linke spricht bei Spiegel Online von einer "Privilegierung einer Handvoll Superreicher" und der SPD-Haushaltspolitiker Carsten Schneider bezeichnete das Sparpaket als "soziale Schieflage". Auch für die Grünen ist in Sachen Haushalt kein "Aufbruch zu zentralen Themen" erfolgt.

Bundeshaushalt und privater Haushalt
Sie kennen das Problem der Kanzlerin und müssen auch sparen, wissen aber nicht wo, weil Sie es jedem recht machen wollen? Hier ein paar Tipps – nicht aus dem Bundeshaushalt -, die sparen helfen:

  • Haben Sie Ihre Fixkosten auf das Wesentliche reduziert?
  • Führen Sie ein Haushaltsbuch, vollziehen Sie nach, wo Ihr Geld bleibt.
  • Effektive Geräte und eine konsequente Ein- und Ausschalt-Taktik helfen, Energie zu sparen.
  • Entrümpeln Sie mal wieder, zahlreiche Flohmärkte bieten einen optimalen Marktplatz für "alte Schätzchen".

Gibt es eine langfristige Lösung für den Bundeshaushalt?
Eines steht fest: Wer Schulden macht, muss sie auch bezahlen. Das gilt sowohl für den Bundeshaushalt als auch für die vielen privaten Schuldner. Dass es hier nicht immer einfach ist, dabei einen Weg zu finden, den alle gemeinsam gehen können, ist nachvollziehbar. Doch sollte ein Bemühen um eine einheitliche Regelung nicht an den Interessen der Bürger beziehungsweise der Familienmitglieder vorbeigehen.

Veröffentlicht am 18. Februar 2011
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