So verhalten Sie sich bei Kreditkartenbetrug

So verhalten Sie sich bei Kreditkartenbetrug

Die Daten Ihrer Kreditkarte wurden während eines Online-Kaufs im Internet ausgespäht? Ihr Kartenanbieter wurde Opfer eines Hackerangriffs und Ihre Daten waren darunter? Ihre Kreditkarte wurde gestohlen? Erfahren Sie hier, wie Sie im Fall von Datenklau und Kreditkartenbetrug richtig handeln und wie sie ihm vorbeugen können.

Nach Schätzung von Experten liegt der Schaden durch Kreditkartenbetrug in Deutschland jährlich bei über 150 Millionen Euro. Während Karteninhaber den Diebstahl ihrer Kreditkarte meistens sofort bemerken, werden sie auf einen Datenklau in der Regel erst dann aufmerksam, wenn sich Ungereimtheiten in der monatlichen Kartenabrechnung zeigen.

Erste Hilfe bei Diebstahl der Kreditkarte oder Datenklau

Lassen Sie Ihre Kreditkarte umgehend sperren, sobald Sie merken, dass diese gestohlen wurde, oder dass Sie Opfer eines Datenklaus geworden sind. Seit 2005 gibt es in Deutschland einen bundesweiten einheitlichen Sperr-Notruf. Die Nummer lautet 116 116. Dort wird Ihnen 24 Stunden am Tag an sieben Tagen der Woche geholfen und zwar unabhängig davon, um welche Kreditkarte es sich handelt. Der Notruf gilt übrigens auch für die Sperrung von EC-Karten, Handykarten und Online-Banking-Zugängen.

Wer haftet bei Diebstahl oder Missbrauch der Kreditkarte?

Wenn Sie die Karte nach Diebstahl oder Datenmissbrauch nicht sofort sperren lassen, haften Sie (bis zur Kartensperrung) in unbegrenzter Höhe bzw. in Höhe Ihres Kreditrahmens, sollten Sie über einen solchen verfügen. Sobald die Karte gesperrt ist, haften Sie für entstandene Schäden mit 150 Euro. Lesen Sie dazu auch die AGB Ihres Kartenanbieters.

Ihre Kreditkartenabrechnung zeigt unberechtigte Abbuchungen?

Ob jemand mit Ihren Kartendaten im Internet shoppen war, bemerken Sie oft erst, wenn Sie Ihre monatliche Kreditkartenabrechnung erhalten. Wenn Sie Abbuchungen für Käufe bemerken, die Sie nicht getätigt haben, reklamieren Sie den Betrag oder die Beträge bei Ihrer Bank bzw. Ihrem Kartenanbieter schriftlich. Dazu haben Sie acht Wochen Zeit. Begründen Sie in Ihrem Schreiben, warum Sie den Betrag reklamieren. Nach Verbraucherschutzregelungen ist der Kartenanbieter dazu verpflichtet, Ihnen diesen Betrag zu erstatten, da die Beweislast bei ihm liegt.

Tipp: Warten Sie nicht erst die monatliche Kartenabrechnung ab – überprüfen Sie Abbuchungen regelmäßig online (sofern Sie einen Online-Zugang zu Ihrem Kartenkonto haben).

So beugen Sie dem Datenklau Ihrer Kreditkarte vor

Mit folgenden Vorsichtsmaßnahmen können Sie einem Kreditkartenbetrug vorbeugen:

  • Versenden Sie Ihre Kreditkartendaten niemals per E-Mail.
  • Kaufen Sie nicht bei Online-Händlern ein, die kein gesichertes Bezahlsystem (zum Beispiel 3-D-Secure wie Verified by Visa oder MasterCard Secure Code) anbieten bzw. achten Sie darauf, dass die Daten verschlüsselt übermittelt werden.
  • Reagieren Sie nicht auf E-Mails, in denen Sie dazu aufgerufen werden, auf einer Webseite Ihre Kartendaten (zum Beispiel wegen Kartensperrung, Aktivierung etc.) einzugeben.
  • Zerreißen Sie Ihre Kartenbelege und Abrechnungen vor dem Wegwerfen.
  • Geben Sie Ihre Kreditkartendaten im Internet niemals zur Überprüfung Ihres Alters an – dies ist eine beliebte Methode von Betrügern, um an Ihre Daten zu kommen.
  • Tragen Sie Ihre PIN nicht mit sich herum. Lernen Sie sie auswendig oder verschlüsseln Sie sie (zum Beispiel in einer Telefonnummer).
Veröffentlicht am 30. Oktober 2012
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