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So nutzen Sie eine Leibrente durch den Verkauf Ihrer Immobilie

So nutzen Sie eine Leibrente durch den Verkauf Ihrer Immobilie
geschrieben von Burkhard Strack

Eine Leibrente erhalten Sie, wenn Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung verkaufen und den Kaufpreis in periodischen Zahlungen, also als Rente, erhalten. Dabei wird zwischen temporären Leibrenten, welche eine feste Laufzeit haben, und klassischen Leibrenten unterschieden.

Bei der klassischen Leibrente
erhalten Sie die Zahlungen bis zum Lebensende. Diese ist somit an die entsprechende Lebenserwartung gebunden. Beinhalten die Leibrenten einen sogenannten Fruchtgenuss, dann können Sie als Verkäufer das Haus oder die Wohnung weiterhin nutzen. Oft dient die Leibrente dazu, dass die Immobilien frühzeitig auf die Kinder übertragen werden können.

In der privaten Rentenversicherung sind Leibrenten ein wesentlicher Bereich der Vorsorge für das Alter. Eine Leibrente kann sowohl in einer einmaligen Summe als auch regelmäßig ausgezahlt werden. Die Leibrente, deren Zahlung über einen festen Zeitraum erfolgt und zu einem festen Zeitpunkt endet, wird auch als temporäre Leibrente oder Zeitrente bezeichnet.

Die Vorteile der Leibrente

Bei dieser Versicherungsart haben Sie als Versicherungsnehmer den Vorteil, dass Sie bis zu Ihrem Tod eine fest vereinbarte Summe regelmäßig bekommen. Zwar können sich die Verträge in ihren Konditionen voneinander unterscheiden, was die konkreten Vereinbarungen zur Zahlung betrifft, doch in den meisten Fällen wird die Rente in regelmäßigen Raten ausgezahlt.

Die Höhe der Zahlungen wird dabei ebenso festgelegt wie die Intervalle, in denen die Zahlungen erfolgen sollen. Für denjenigen, der die Zahlungen leistet, hat diese Rentenart den Vorteil, dass die Zahlungen nur so lange erfolgen, wie Sie als Empfänger leben. Zwar lassen sich Leibrenten auch an eine Rente für die Hinterbliebenen koppeln, sodass die Erben entweder einen Teil der Summe oder auch den gesamten Betrag erhalten können, doch diese Modalität ist eher selten. In den meisten Fällen endet die Zahlung der Leibrente mit dem Tod des Empfängers.

Wie werden die Zahlungen berechnet?

Für die Höhe der an Sie zu zahlenden Rente sind Ihr Geschlecht und Ihr Alter eine wesentliche Grundlage für die Berechnung. Eine weitere Berechnungsgrundlage ist der Kaufpreis, welcher für die entsprechende Immobilie erzielt werden kann, inklusive der Zinsen. Im Internet können Sie unterschiedliche Rechner finden, mit denen sich ein erster Überblick über die Höhe der Rente ermitteln lässt, die Sie erwarten können.

Wird es konkret, dann werden auch die Zahlen der Rentensummen genauer, mit denen Sie regelmäßig rechnen können. Sie sollten allerdings daran denken, dass auch Leibrenten versteuert werden müssen; hier ist § 20 EStG i. V. m. § 55 DVO maßgeblich.

Leibrenten für die Immobilie erhalten

Wenn Sie eine Immobilie finanzieren möchten, dann kann die Zahlung einer Leibrente ebenfalls eine attraktive Möglichkeit darstellen. Die umgekehrte Hypothek nennt sich diese Art von Hausverkauf. Hierbei braucht der Käufer dem Verkäufer zunächst nur einen Teilbetrag des Kaufpreises sofort zu bezahlen. Der Rest der Kaufsumme wird dann als Zahlung einer Leibrente vereinbart.

Beide Parteien profitieren davon: Der Verkäufer bekommt neben einer einmaligen Zahlung auch regelmäßige Zahlungen, die seine Altersvorsorge aufbessern. Weil der Käufer im Normalfall nur so lange seine Zahlungen leisten muss, bis der Verkäufer stirbt, braucht er mit etwas Glück nicht die gesamte Summe zu tilgen.

Trotzdem kann ein solcher Vertrag auch mit Sonderregelungen geschlossen werden, welche für die Erben eine Rentengarantiezeit, ein Wohnrecht oder Nießbrauchrecht einräumt.

Mehr zu dem Thema Leibrente finden Sie in Tipps zum Verkauf einer Immobilie auf Leibrente!

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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