Schützen Sie Ihr Privatvermögen vor Pfändung durch die Bank

Wenn Sie einen Kredit bei einer Bank aufnehmen, verlangt diese eine Sicherheit dafür, wie z. B. eine Immobilie oder die Verpfändung einer Lebensversicherung. Falls Sie Ihren Kredit nicht zurückzahlen können, kann die Bank diese Sicherheiten zu Geld machen. Viele Selbstständige unterliegen dem Irrtum, dass die Bank die Sicherheiten nur verwerten darf, die in einem Kreditvertrag ausdrücklich vereinbart wurden. Leider ist dies nicht so.

Zugriff auf Kontoguthaben
Kreditinstitute haben nämlich einen viel weitergehenden Zugriff auf Vermögen als Sie vielleicht glauben. Ihre Bank darf auch ohne gesonderte Zustimmung Guthaben von privaten Konten pfänden, die bei ihr unterhalten werden.
Pfändungsrecht wird in den AGB eingeräumt
Die Erlaubnis für Kontopfändungen lässt sich das Kreditinstitut in den Allgemeinen Geschäftbedingungen einräumen (Nr. 14 Abs. 1 Allgemeine Geschäftsbedingungen der Banken). Die akzeptieren Sie bereits bei der Kontoeröffnung. Und natürlich weist der Bankberater Sie nicht extra auf das Pfändungsrecht hin.
Tipp
Wollen Sie das Pfandrecht ausschließen, genügt es nicht, wenn Sie als Kontohinweis "Sperrkonto" eintragen lassen (OLG Münster, 19.12.2006, Az.: 9 U 3780/06). Wirksam ist der Ausschluss nur, wenn die Bank vertraglich auf das Pfandrecht verzichtet. Darauf wird sich aber kaum eine Bank einlassen. Deshalb sollten Sie immer auch bei einem anderen Kreditinstitut Konten unterhalten, auf die der Kreditgeber keinen direkten Zugriff hat.

Veröffentlicht am 9. Mai 2007
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