Verbrauchertipps

Obliegenheitsverletzung: Verlieren Sie nicht Ihren Versicherungsschutz

Wer seiner Kaskoversicherung nach einem Autodiebstahl falsche Angaben über die Laufleistung des Fahrzeugs macht, riskiert seinen Versicherungsschutz. Davor warnt der Anwalt-Suchservice und verweist auf ein Urteil des Kammergerichts Berlin.

Einem VW-Fahrer war sein Auto, ein Caravelle Multivan, gestohlen worden. Den Verlust des Wagens meldete er seiner Kaskoversicherung. In der Schadensanzeige gab er die Laufleistung des VW mit ca. 75.400 Kilometern an. Tatsächlich war das Fahrzeug aber schon 86.500 Kilometer gelaufen. Der Schwindel flog auf, und die Versicherung weigerte sich zu zahlen. Mit Recht, wie das KG Berlin befand (Az.: 6 U 298/01). Eine Abweichung der angegebenen von der tatsächlichen Laufleistung von über 11.000 Kilometern sei erheblich und als Falschbeantwortung einzustufen. Die Kaskoversicherung sei daher leistungsfrei.

Zwar gebe es, so die Richter, bei der Angabe des Kilometerstandes einen Toleranzspielraum. So seien bei einer Laufleistung von mehr als 100.000 Kilometern Abweichungen von bis zu 10% akzeptabel. Im vorliegenden Fall habe die Abweichung aber bei etwa 15% gelegen. Darin sei auf jeden Fall eine Falschbeantwortung zu sehen. Der Versicherte habe seine Obliegenheiten gegenüber der Assekuranz verletzt, und diese müsse nicht leisten, entschieden die Richter.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.