Haushaltsgeräte reinigen – so gelingt es Ihnen stressfrei

Haushaltsgeräte reinigen – so gelingt es Ihnen stressfrei

Egal, ob Toaster, Wasserkocher, Waffeleisen oder Waschmaschine: Alle Haushaltsgeräte erfordern für eine lange Lebensdauer einen gewissen Pflegeaufwand. Die Gerätschaften müssen regelmäßig gereinigt werden, um Reparaturen, Defekte und Leistungseinbußen vorzubeugen. Die folgenden Tipps erleichtern das Vorgehen und optimieren die Ergebnisse.

Die Ausstattung privater Haushalte in Deutschland mit elektrischen Geräten ist markant. Wie das Statistische Bundesamt in einer passenden Tabelle darstellt, besaßen 2014 beispielsweise über 99 Prozent einen Kühlschrank, mehr als 68 Prozent einen Geschirrspüler und über 72 Prozent eine Mikrowelle. Viele der Haushaltsgeräte sind täglich im Einsatz.

Der Alltag verlangt ihnen einiges ab. Hohe Belastungen sind zwar eher weniger das Problem, schließlich sind die Produkte dafür konzipiert. Negative Auswirkungen hat meistens vielmehr die Vernachlässigung seitens der Anwender. Von verstopften Sieben in der Waschmaschine, über spröde Dichtungen am Kühlschrank bis hin zu verkalkten Wasserkochern reicht das Repertoire. Besitzer derartiger Geräte sollten sich allerdings bewusst machen, dass diese Vorgehensweise die Leistungsfähigkeit der Geräte mindert und gleichzeitig unnötige Unkosten hervorrufen kann.

Nicht nur Reparaturen kosten Geld, auch erhöhte Stromkosten können die Folge von ungepflegten Haushaltsgeräten sein. Häufig fällt die kontinuierliche Pflege schwer, weil sich das Säubern mühsam und zeitaufwändig gestaltet. Mit der richtigen Herangehensweise lässt sich der Pflegeaufwand reduzieren und der positive Effekt erhöhen.

Zu diesen acht Geräten werden hier praktische Ratschläge erläutert:

  1. Wasserkocher
  2. Waffeleisen
  3. Kühlschrank
  4. Toaster
  5. Waschmaschine
  6. Mikrowelle
  7. Backofen
  8. Spülmaschine

Wasserkocher – kalkfrei und leistungsstark

Mit einem Wasserkocher lassen sich aktiv Energie sowie Zeit sparen. Voraussetzung hierfür ist, dass er regelmäßig entkalkt wird. Bei einem Großteil der Modelle erfolgt die Entkalkung mit günstiger Essigessenz. Kräftezehrendes Schrubben ist damit nicht nötig. Einfach einen guten Schuss Essigessenz in den Wasserkocher geben, Wasser auffüllen und das Gerät einschalten. Sobald das Wasser den Siedepunkt erreicht, löst sich der Kalk innerhalb des Gerätes automatisch.

Nach dem Aufkochen das Wasser vollständig abschütten und mit einem Schwamm das Innere auswischen. Ist der Kocher stark verkalkt, kann eine Wiederholung notwendig sein. Zum Schluss gründlich ausspülen. Um Schäden am Gerät zu vermeiden, sollte die Gebrauchsanweisung inklusive der Reinigungshinweise sorgfältig geprüft werden. Möglicherweise ist Essig zum Reinigen nicht erlaubt.

Waffeleisen – sauber und appetitlich

Waffeln sind lecker und werden in den meisten Haushalten regelmäßig zubereitet. Hierfür kommt meist ein praktisches Waffeleisen zum Einsatz. Der Nachteil an vielen Geräten ist die Reinigung. Teigreste bleiben an vielen schlecht zugänglichen Stellen haften und sind nur schwer entfernbar.

Ein cleverer Tipp zur Reinigung wird unter waffeleisen.org aufgezeigt, einem Verbraucherportal zu Waffeleisen mit entsprechendem Produkttest und Kaufberatung: "Besitzen Sie eine unbeschichtete Platte, dann lassen Sie das Waffeleisen über Nacht im Kühlschrank stehen. Am Morgen lassen sich die Fettreste dann sehr einfach und praktisch mit einem Lappen entfernen."

Beschichtete Varianten sollten möglichst umgehend nach der Nutzung gesäubert werden. Sobald das Gerät abgekühlt aber noch lauwarm ist, müssen Teigreste gelöst werden. Besonders gut geeignet ist saugstarkes Küchenpapier. Krümel und Teigreste in schlecht erreichbaren Zwischenräumen mit einer sauberen Bürste über dem Spülbecken abbürsten.

Hier ist wichtig, dass die Borsten sehr weich sind, um die Beschichtung nicht zu verletzen. Anschließend die Platten mit einem feuchten Tuch wischen und abtrocknen. So kann eine hygienische Sauberkeit erreicht werden.

Kühlschrank – hygienisch rein und gut gepflegt

In einem Kühlschrank werden viele verschiedene Lebensmittel gelagert. Wird ein Kühlschrank zu selten gereinigt, vermehren sich Keime und Bakterien rasend schnell. Kühlschränke werden idealerweise einmal pro Woche feucht mit etwas Essigwasser ausgewischt. Einige Tropfen Zitronensaft sorgen für einen angenehmen Duft. Beim Reinigen sollten Krümel und Reste sorgfältig entfernt werden.

Die Türdichtungen sind nicht weniger beachtenswert, wie alle Ablagen und Fächer. Mit warmem Wasser und etwas Schmierseife werden Dichtungen elastisch und sauber gehalten.

Toaster – endlich krümelfrei

Praktisches Reinigen beginnt beim Toasterkauf. Hierbei ist ein Gerät mit Krümelschublade zu wählen. Diese fängt ein Großteil der Krümel auf und lässt sich einfach und schnell leeren. Trotz dieses sinnvollen Elementes entstehen beim Toasten häufig unangenehme Gerüchte durch Brotreste, die verbrennen. Zur Reinigung den Toaster über das Spülbecken halten und verkehrt herum ausschütteln. Kopfüber fallen die meisten ungewollten Bestandteile heraus.

Was im Geräteinnenleben an den Heizstäben zurückbleibt, wird mit einem Pinsel abgebürstet.

Waschmaschine – Siebe und Rückstände

Das Flusensieb in der Waschmaschine muss stets frei von Kleinteilen und Schmutz sein, um langfristig einen Defekt der Maschine zu vermeiden. Gleichzeitig gilt es die Trommel hygienisch sauber zu halten. Angesichts der Tatsache, dass vermehrt niedrige Temperaturen zum Waschen genutzt werden, ist es wichtig alle vier Wochen ein 60-Grad-Programm einzuplanen.

Bei dieser Temperatur werden Rückstände vernichtet. Dabei bleichmittelhaltiges Pulverwaschmittel einfüllen. Nach der Erkrankung eines Familienmitglieds ist eine Kochwäsche, wie sie häufig angeraten wird, nicht nötig, wie die Apotheken Umschau richtigerweise darstellt. Im Ratgeber "Hygienisch waschen" erklärt ein Experte, dass Vollwaschmittel und 60°C selbst bei einem Magen-Darm-Virus genügen.

Mikrowelle – vorbeugen

In der Mikrowelle sammeln sich durch das Erhitzen von Speisen Rückstände an den Innenwänden des Gerätes. Vorbeugen können Verbraucher durch das Verwenden einer entsprechenden mikrowellentauglichen Haube zum Abdecken von Nahrungsmitteln. Ansonsten werden Flecken mit einem weichen Tuch und etwas Feuchtigkeit sowie Spülmittel ausgewischt.

Scheuerschwämme sind ungeeignet. Sie zerstören die empfindlichen Oberflächen. Starken Schmutz mit Feuchtigkeit einweichen beziehungsweise feuchte Tücher auflegen und einige Stunden beziehungsweise über Nacht einweichen lassen. Dank der Feuchtigkeit werden Speisereste weich und sind leichter zu entfernen.

Backofen – die schonende Reinigung

Backöfen sehen nach einiger Zeit unschön und wenig appetitlich aus. Sind Speisereste erst einmal eingebrannt, wird die Säuberung besonders anstrengend. Den Backofen immer nach der Nutzung im warmen Zustand feucht auswischen. Herkömmliches Spülmittel ist ideal. Sollte das allerdings aufgrund enormer Verschmutzungen nicht reichen, sind die Anregungen im Video der Drogerie Rossmann hilfreich.

Spülmaschine – robust und pflegeleicht

Die Spülmaschine ist bezüglich Verschmutzungen besonders gefährdet. Allerdings wird die Empfindlichkeit der Geräte überschätzt. Aufgrund der Temperaturen und der Spülmittel reinigen sich die Gerätschaften bei jedem Spülgang selbstständig. Zumindest gilt das für den Innenraum. Seitliche Kanten und Gummidichtungen befinden sich außerhalb des Spülbereichs und sollten alle paar Tage feucht abgewischt werden.

Auch die Siebe müssen gereinigt werden. Dafür einfach im Müllbehälter vorsichtig ausklopfen und danach heiß abspülen. Da auch beim Spülen von Geschirr vermehrt niedrige Temperaturen eingestellt werden, um Energie zu sparen, sollte ähnlich wie bei der Waschmaschine ab und zu ein Spülgang bei maximaler Temperatur laufen. Währenddessen werden Rückstände kraftvoll entfernt.

Bildquellen:

1. destatis.de

2. www.pixabay.com/Efraimstochter

3. pixabay.com/Suppenkasper

Veröffentlicht am 1. Juni 2015