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Geschenke an Geschäftsfreunde

Geschenke an Geschäftsfreunde
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geschrieben von Burkhard Strack

Geschenke an Geschäftsfreunde sind vor allem zum Jahresende (Weihnachten, Jahreswechsel etc.) üblich. Hier finden Sie einige Tipps und Hinweise, wie Sie mit solchen Präsenten Steuern sparen und das Finanzamt an den Kosten beteiligen können.

Geschenke an Geschäftsfreunde zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel sind immer gern gesehen, denn kleine Präsente erhalten die Freundschaft. In der Regel gelten Geschenke an Geschäftsfreunde – etwa an Kunden oder Lieferanten – als betrieblich veranlasst, so dass einem Abzug als Betriebsausgabe grundsätzlich nichts im Wege stehen dürfte. Dennoch sind einige steuerliche Details zu beachten.

Geschenke an Geschäftsfreunde bis 35 Euro

Geschenke an Geschäftsfreunde können nur dann als Betriebsausgabe geltend gemacht und somit bei der Steuer berücksichtigt werden, wenn ihr Wert die Grenze von 35 Euro nicht überschreitet. Ob dieser Grenzwert inklusive oder exklusive der Umsatzsteuer zu sehen ist, hängt davon ab, ob Sie umsatzsteuerpflichtig oder von der Umsatzsteuer befreit sind

  • Bei umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen sind die 35Euro für Geschenke an Geschäftsfreunde als Nettowert zu verstehen.
  • Bei Unternehmen, die von der Umsatzsteuer befreit sind, handelt es sich um einen Bruttowert.

In beiden Fällen handelt es sich bei den 35 Euro für Geschenke an Geschäftsfreunde um Freigrenzen pro Person und Jahr. Wenn Sie daher einen Geschäftsfreund im Jahr mit mehreren Geschenken beglücken, und überschreiten Sie dabei die Freigrenze von 35 Euro, sind die Kosten für diese Präsente insgesamt nicht mehr absetzbar. Darüber hinaus darf auch die Umsatzsteuer für diese Geschenke nicht mehr abgesetzt werden.

Formale Voraussetzungen für Geschenke an Geschäftsfreunde

Um die Kosten für die Geschenke an Geschäftsfreunde als Betriebsausgabe und damit für die Steuer geltend machen zu können, muss eine ordnungsgemäße Rechnung vorhanden sein, auf der der Name des Empfängers vermerkt ist.

Sofern es sich um viele Geschenke an Geschäftsfreunde handelt, bietet es sich an, eine gesonderte Geschenke-Liste mit den Namen der Beschenkten sowie über Art und Kosten für die Geschenke zu führen.

Darüber hinaus müssen die Aufwendungen für die Präsente auf einem besonderen Konto der Buchhaltung “Geschenke an Geschäftsfreunde“, getrennt von allen anderen Kosten, gebucht werden.

Geschenke an Geschäftsfreunde über 35 Euro

Wird die Wertgrenze für Geschenke an einen Geschäftsfreund in einem Jahr überschritten oder die formalen Voraussetzungen nicht erfüllt, sind die Geschenke an diese Personen insgesamt nicht als Betriebsausgaben abzugsfähig. Entsprechendes gilt für die Umsatzsteuerbeträge, die für diese Präsente angefallen sind.

Alternative: Pauschalversteuerung für Geschenke an Geschäftsfreunde

Unternehmer haben bei betrieblich veranlassten Sachzuwendungen und Geschenke an Geschäftsfreunde grundsätzlich die Möglichkeit, eine Pauschalsteuer von 30 Prozent zu leisten. Hierbei ist jedoch Folgendes zu beachten:

  • Wer für seine Geschenke an Geschäftsfreunde die Pauschalierung mit 30 Prozent in Betracht zieht, sollte bedenken, dass diese Pauschalierung nur für alle innerhalb eines Wirtschaftsjahres gewährten Zuwendungen einheitlich ausgeübt werden kann.
  • Der Unternehmer muss den Beschenkten darüber informieren, dass er die Pauschalierung anwendet.
  • Werbeartikel bis zu 10,00 Euro müssen nicht in die Bemessungsgrundlage der Pauschalierung einbezogen werden.

Eine pauschale Versteuerung von Geschenken an Geschäftsfreunde ist dann ausgeschlossen, wenn die Aufwendungen je Empfänger und Wirtschaftsjahr oder je Einzelzuwendung einen Betrag von 10.000 Euro übersteigen.

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.