Familienmitversicherung und Kindergeld

Eine gute Nachricht für alle, die eine Familienmitversicherung haben: Auch diese Versicherungsform senkt das kindergeldrelevante Einkommen, so das Finanzgericht Münster. Es bleibt zu hoffen, dass sich der Bundesfinanzhof dieser Auffassung anschließt.

Das Finanzgericht Münster musste sich mit einem Fall der Familienmitversicherung befassen: Eine Familie hatte eine private Kranken- und Pflegeversicherung abgeschlossen. Die Familienmitversicherung erstreckte sich auf das studierende Kind. Dessen Einkünfte überschritten die Einkunftsgrenze für das Kindergeld, das daraufhin von der Familienkasse gestrichen wurde.

Gleiche Behandlung von Familienmitversicherung und eigener Versicherung
Das Finanzgericht Münster entschied, dass das Kindergeld zu Unrecht gestrichen worden war, da die für das Kind gezahlten Beiträge für die Familienmitversicherung nicht berücksichtigt worden waren. Auch wenn ein Kind nicht selbst, sondern über die Familienmitversicherung versichert ist, verringern die Versicherungsbeiträge das kindergeldrelevante Einkommen. Eine unterschiedliche Behandlung von eigener Versicherung und Familienversicherung sei nicht gerechfertigt, so das Finanzgericht Münster (FG, Az. 3 K 840/08 Kg).
Achtung: Eine Revision am Bundesfinanzhof wurde zugelassen, daher ist dieses Urteil noch nicht rechtskräftig.

Veröffentlicht am 2. September 2009