Euro-Jackpot – die Alternative zum herkömmlichen Lotto

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Beim Euro-Jackpot, der auch als Euro-Pot oder Euro-Lotto bezeichnet wird, handelt es sich um eine Zahlenlotterie, die in unterschiedlichen europäischen Staaten gespielt wird. Zu Beginn des Jahres 2012 führten die Länder Dänemark (inkl. Färöer und Grönland), Estland, Finnland, Deutschland, Niederlande, Slowenien und Italien diese neue Lotterie ein.

In den darauffolgenden Jahren schlossen sich auch Spanien, Schweden, Norwegen, Lettland, Island, Litauen sowie Kroatien an. Derzeit umfasst die Bevölkerung der teilnehmenden Länder ungefähr 245 Millionen.

Im Gegensatz zum Lotto in Deutschland rechnen die Lottobetreiber des Euro-Jackpots mit wesentlich höheren Jackpots (bis zu 90 Millionen Euro). Garantiert wird ein Jackpot in Höhe von mindestens zehn Millionen Euro. Statistisch gesehen, sollen die Gewinnchancen beim Euro-Jackpot höher liegen als beim Lotto in Deutschland.

Die erste Ziehung des Euro-Jackpots fand am 23. März 2012 statt. Anfangs betrug der Jackpot zehn Millionen Euro. Am 11. Mai 2012 wurde der Jackpot zum ersten Mal gewonnen, und zwar von einer Tippgemeinschaft im Ruhrgebiet. Insgesamt gewann diese Tippgemeinschaft 19 Millionen Euro. Seitdem gewinnt der Euro-Jackpot immer mehr an Beliebtheit.

Wie funktioniert die Teilnahme am Euro-Jackpot?

Für den Euro-Jackpot gibt es spezielle Tippscheine, die entweder in einer Lotto-Annahmestelle oder bei Anbietern im Internet erhältlich sind. Bei letztgenanntem ist der Vorteil, dass es eine Ausfüllhilfe des Euro-Jackpot-Spielscheins gibt.

Zu beachten ist, dass sich der Spielschein für den Euro-Jackpot deutlich vom klassischen Tippschein für die Lotterie 6 aus 49 unterscheidet. So werden beim Euro-Jackpot 5 aus 50 Zahlen getippt. Zusätzlich werden 3 aus 8 Eurozahlen getippt. Sollten alle sieben Zahlen richtig getippt worden sein, gibt es den Jackpot. Dabei spielt die Reihenfolge der Zahlen keine Rolle.

Wann findet die Ziehung für den Euro-Jackpot statt?

In der finnischen Stadt Helsinki findet jeden Freitagabend die Ziehung der Gewinnzahlen statt. Etwas zeitverzögert werden diese Zahlen dann im Internet veröffentlich. Ebenso werden die Gewinnzahlen in den Nachrichten "heute nacht" auf dem Fernsehsender ZDF gegen 23.15 Uhr bekannt gegeben. Bislang ist eine Euro-Jackpot-Ziehung im Fernsehen noch nicht vorgesehen.

Was kostet die Teilnahme am Euro-Jackpot?

5 aus 50 Zahlen sowie 2 aus 8 Eurozahlen – also ein vollständiger Tipp – kostet etwa zwei Euro plus Bearbeitungsgebühr, die je nach Bundesland variieren kann. Demnach ist ein Tippschein für den Euro-Jackpot teurer als der für die deutsche Lotterie. Dabei erklärten die Veranstalter des Euro-Jackpots die höheren Preise damit, dass höhere Gewinnchancen bestehen.

Wie hoch sind die Gewinnchancen beim Euro-Jackpot?

Der Euro-Jackpot gliedert sich in 12 Gewinnklassen, wobei die Gewinnchancen wie folgt aussehen:

Die Gewinnchance liegt gemäß der Tabelle also bei 1:59 Millionen. Dabei pendelt sich die Gewinnchance beim herkömmlichen Lotto 6 aus 49 in Deutschland bei 1:139 Millionen ein. Zudem wird hier kein Mindest-Jackpot garantiert.

Tipps für das Ausfüllen des Spielscheins

Sicherlich bleibt der Euro-Jackpot genau wie die herkömmliche Lotterie ein Glücksspiel, bei der das Glück eine wesentliche Rolle spielt. Jedoch haben Statistiken gezeigt, wie die Tippscheine am besten ausgefüllt werden sollten.

Grundsätzlich sollte es beim Ausfüllen des Tippscheins vermieden werden, die Zahlen in einem geometrischen o. ä. Muster anzukreuzen, denn viele Lottospieler nutzen dieses "System", sodass es im Gewinnfall unter Umständen mehrere Gewinner gibt und der Jackpot geteilt werden muss.

Ebenso sollten auch Geburtstage oder andere Glückszahlen nicht getippt werden. Nachweislich werden die Zahlen zwischen eins und 12 am häufigsten ausgewählt. Experten raten, keine Zahl unter 13 zu verwenden und mehrere Zahlen über der 31 zu wählen.

Auch Zahlenfolgen oder Zahlenreihen sind zu vermeiden. Zwar sind diese leicht zu merken, kommen dafür aber zu häufig vor.

Veröffentlicht am 21. März 2014