Die richtige Finanzierung im Aufschwung: Schutz vor Deflation

Der Artikel zeigt auf, warum Sie Ihre Finanzierung in Zeiten des Aufschwungs gegen Deflation schützen sollten und was zu tun ist. Er informiert Sie, welche Handlungen verhindern können, dass Sie einem steigenden Druck der Banken in solchen Situationen ausgesetzt sind.

Warum sollen Sie Ihre Finanzierung gegen Deflation schützen, wo doch nur mehr von Aufschwung die Rede ist?
Neben den guten Nachrichten gibt es eine ganze Menge schlechter und es weiß derzeit niemand genau, ob eine Rezession oder Deflation wirklich abgewendet werden kann.

Wie können Sie Ihre Finanzierung gegen Deflation schützen?
1. Wichtigste Voraussetzung: beschränken Sie sich auf die kleinste Variante. Weniger Finanzierung, weniger Belastung. Hört sich einfach an, wird aber leider sehr oft nicht beachtet. In der Deflation sind normalerweise nicht die Zinsen das Problem, denn die sind in einer solchen Situation ohnehin sehr tief, sondern die Tilgung. Deflation heißt sinkend Gewinne und dadurch weniger Fähigkeit zum Tilgen der Finanzierung. Daraus folgt:

2. Laufzeit der Finanzierung möglichst lange wählen, auch über die wirtschaftliche Lebensdauer hinaus.
Ist das sinnvoll, denn das Wirtschaftsgut muss wieder angeschafft werden oder hat Reparaturen, wofür wiederum Geld notwendig ist. Das heißt, es könnte zu einer Doppelbelastung führen.

Eine derartige Finanzierung zu wählen ist nur dann sinnvoll, wenn Sie die Differenz der Belastung (Tilgung   und Zinsen)zwischen einer Finanzierung, die sich an der wirtschaftlichen Lebensdauer orientiert und der verlängerten, sicherheitsorientierten Finanzierung, als Reserve auf ein Konto buchen.

Diese Reserven dürfen nur dann benützen werden, wenn es zu einer Deflation kommt und die Erträge für die Tilgung nicht mehr ausreichen. Diese Vorgangsweise verhindert, dass Sie wegen Ihrer Finanzierung ausgerechnet dann mit Ihrer Bank sprechen müssen, wenn diese jedem Wunsch auf Grund des wirtschaftlichen Umfeldes schon grundsätzlich ablehnend gegenüber steht.

3. Können Sie Probleme bekommen, weil die Bank aus der Bilanz sieht, dass Sie Ihre Reserven zur Bedienung der Finanzierung verwenden?
Bilanzen sind Momentaufnahmen über eine vergangene Periode. Bis Sie Ihre Bilanz abgeben, kann sich die Situation schon wieder verbessert haben und es wird überhaupt nicht darüber geredet.

So lange Sie Ihre Finanzierung bedienen, kümmert sich die Bank um jene Fälle, die das nicht mehr können. Und davon gibt es in solchen Situationen mehr als genug.

Merkt die Bank das trotzdem, wird das Gegenteil eintreten. Die Bank wird Ihren Weitblick und Ihre Vorsorge schätzen. Sie stellen damit Ihre unternehmerische Qualität unter Beweis. Es ist nur enorm wichtig, dass Sie diese Reserve auf keinen Fall für andere Zwecke verwenden.

4. Und wenn es durch die lange Laufzeit der Finanzierung doch zu einer Doppelbelastung kommt?
Wenn es in absehbarer Zeit zu einer Deflation kommt, haben Sie nicht nur ausreichend Zeit, Ihre ganze Finanzstruktur neu zu gestalten. Sie haben auch ausreichend Zeit, entsprechende betriebliche Vorsorgen zu treffen. Kommt eine Deflation erst später, haben Sie genügend Reserven, um damit eine Resttilgung der Finanzierung oder eine Anschaffung bzw. Teilfinanzierung vornehmen zu können.

5. Warum und wie schützen Sie Ihre Finanzierung vor Inflation, d.h. steigende Zinsen, wenn gleichzeitig die Gefahr einer Rezession oder Deflation besteht?
Über diese Fragen und warum es in dieser Situation eines besonderen Instruments bedarf, sowie die über die richtige Anwendung dieses Instruments erfahren Sie mehr in den nächsten Artikeln.

Veröffentlicht am 15. Februar 2010
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