Die richtige Finanzierung im Aufschwung: Hinterfragen Sie positive Wirtschaftsdaten!

Sie suchen Tipps für eine richtige Finanzierung? Der Artikel beschäftigt sich mit der Frage, warum die volkswirtschaftlichen Indikatoren 2010 besonders genau hinterfragt und überprüft werden müssen. Ist man zu gutgläubig, können Investitionen und Finanzierungen zur schweren Last werden.

Allgemein heißt es, bad news are good news. Nicht so im Wirtschaftsgeschehen. Unternehmer und Manager müssen mit einem gesunden Optimismus ausgestattet sein, sonst dürfen sie sich dieser Aufgabe nicht stellen. Daher ist diese Gruppe gern geneigt, positiven Indikatoren der Wirtschaft zu glauben und sie nicht weiter zu hinterfragen. Dieses Verhalten führt dann oft zu falschen Finanzierungen.

Die richtige Finanzierung: Welche Gründe gibt es, einigen Informationen skeptisch gegenüber zu stehen?
Seit Jahrzehnten werden Regierungen immer dreister bei der Manipulation von Wirtschaftsindikatoren – vor allem in den USA. Aber auch die Vorkommnisse in Griechenland sind ein Anlass nachdenklich zu werden. Nur einige Beispiele: Die Wirtschaft der USA wächst, laut offiziellen Zahlen, hervorragend. Ist die Welt jetzt in Ordnung?

Schaut man genauer hin, erfährt man, dass die Bauausgaben nach wie vor sinken, dass Unternehmerkredite noch immer rückläufig sind, dass die Konsumkredite noch immer zurück gehen. Dabei ist der Konsum in den USA für 60-70% der Wirtschaftsleistung verantwortlich. Dass immer noch Stellen verloren gehen, trotz Milliarden vom Staat, ist das ein geeignetes Umfeld für große Finanzierungen?

Ist das nur in den USA so?
Weltweit versuchen die Regierungen durch positive Wirtschafsdaten Unternehmer und Privater zu Finanzierungen – ich würde sagen – zu verführen. China verkündet ein enormes Wachstum, aber warum nimmt dann der Energieverbrauch nicht entsprechend zu? Wer soll die Waren der neu errichteten Industriestätten kaufen, wenn Amerikaner und Europäer sparen?

In andern Ländern redet man gleichzeitig von Steuererleichterung und Sparmaßnahmen, wie passt das zusammen? Woran sollen sich Marktteilnehmer bei ihren Finanzierungen orientieren?

Was sollen Marktteilnehmer, die Finanzierungen tätigen wollen, nun tun?
Man kann nur versuchen, an Wirtschafsdaten zu gelangen, deren Herausgeber über Jahre bewiesen haben, dass Daten und Indikatoren weitestgehend gestimmt haben. Solche Institutionen gibt es. Darunter sind sogar einige der geschmähten Großbanken. Diese Informationen muss man aber trotzdem mit Indikatoren anderer Herausgeber – ich denke hier an seriöse Wirtschafts- und Börsenbriefe – vergleichen, um eine gewisse Sicherheit zu erhalten.

Ist diesmal das Umfeld für Finanzierungen nicht anders als die Jahrzehnte zuvor?
Ja. Weil zur Vermeidung einer tiefen Rezession von den Regierungen weltweit unvorstellbar große Summen eingesetzt wurden. Seit 1987 haben die Notenbanken weltweit versucht, durch Geldschwemmen Rezessionen zu vermeiden, aber nicht mit so großen Summen wie jetzt.

Aber: Bisher wurde damit hauptsächlich spekuliert. Das Geld ist bisher nicht in der Realwirtschaft angekommen und niemand weiß, ob die erhoffte Wirkung tatsächlich eintritt. Und wenn sie eintritt, was passiert, wenn die Regierungen dann sparen und dem Markt das Geld wieder entziehen. Sind wir dann wieder dort, wo wir vorher waren?

Welche Schlüsse sollen daraus für richtige Finanzierungen gezogen werden?
Daraus leite ich 4 Verhaltensweisen ab:

  1. Investitionen und Finanzierungen auf das Notwendigste beschränken.
  2. Die Finanzierung so gestalten, dass man in einer Deflation nicht zu hohe Belastungen hat.
  3. Da die Unsummen von Geld, die in den Märkten vorhanden sind, auch zu einer starken Inflation führen können, die Finanzierung davor schützen.
  4. Rohstoff intensive Firmen sollen sich ebenfalls vor Inflation schützen.

Geht das so einfach, sich vor Deflation und Inflation gleichzeitig schützen?
Nein. Es gibt aber 3 Möglichkeiten sich vor Inflation zu schützen. Aber es ist machbar. Wie man hier am besten vorgeht, erfahren Sie in den nächsten Artikeln.

Veröffentlicht am 2. März 2010
Autor
Dr. Edgar Mosser