Blitzschutz zur Ableitung des gefährlichen Stroms

Jeder Quadratkilometer Deutschlands wird etwa ein- bis fünfmal im Jahr von einem Blitz getroffen. Schlägt die Funkentladung ein, sind die im Umfeld befindlichen Häuser gefährdet. Aus diesen Fakten geht die logische Empfehlung hervor, sich eingehend Gedanken zu machen über die Installation einer Blitzschutzanlage, um die eigenen vier Wände vor Schäden durch das gewaltige Naturphänomen zu bewahren.

Nicht aus heiterem Himmel: die Kraft des Blitzes

Blitzeinschläge können elektronische Geräte wie Computer, Fernseher und Stereoanlagen ebenso zerstören wie ganze Gebäudeteile. Durch sein starkes elektromagnetisches Feld koppelt sich der Blitz direkt in elektrische Leitungen oder Rohrleitungen ein und dringt auf diese Weise ins Innere von Gebäuden. Nicht nur direkte Einschläge wirken destruktiv; auch indirekt macht sich die enorme Kraft des Blitzes bemerkbar: Bis zu einer Entfernung von etwa zwei Kilometern kann ein Blitz Elektroleitungen und empfindliche elektronische Geräte durch starke Überspannung zu Grunde richten.

In Abhängigkeit von der Nähe des Blitzeinschlags und den jeweiligen Gebäudebedingungen ist grundsätzlich sogar ein Gerätebrand möglich. Um sich vor solchen katastrophalen Schäden zu schützen, ist ein vorhandener Blitzschutz unerlässlich.

Äußerer Blitzschutz zur Ableitung des Stroms ins Erdreich

Der äußere Blitzschutz erfüllt in erster Linie die Aufgabe, den bei einem Einschlag auf das Haus einwirkenden Blitzstrom aufzufangen und ins Erdreich abzuleiten. Dementsprechend besteht er aus Fangeinrichtungen, einer Ableitungs- und einer Erdungsanlage. Wie der Name bereits verrät, fangen Fangeinrichtungen direkte Blitzeinschläge ein. Sie bestehen aus Drähten, Seilen, Stangen oder Metallteilen der zu schützenden Anlage.

Das Material muss jedenfalls blitzstromtragfähig, witterungsbeständig und elektrisch leitfähig sein. Von den Fangeinrichtungen transportiert die Ableitungsanlage den Blitzstrom weiter. Sie setzt sich zusammen aus annähernd senkrecht geführten Ableitungen, die sich über den Umfang der baulichen Anlage verteilen. Von der Erdungsanlage gelangt der Blitzstrom schließlich in den Erdboden. Durch diesen Prozess wird verhindert, dass das Haus Feuer fängt oder darin befindliche Personen einen Stromschlag erleiden.

Innerer Blitzschutz zur Herstellung des wichtigen Potenzialausgleichs

Die Gesamtheit der Maßnahmen gegen Überspannungen unterschiedlichster Art wird als innerer Blitzschutz bezeichnet. Er fungiert als Hersteller des wichtigen Potenzialausgleichs. Seinen Kern bilden die sogenannten Überspannungsableiter. Diese werden an zentralen Stellen des Leitungsnetzes, das im Gebäude verbaut ist, installiert.

Dort verringern die Ableiter die in das Haus induzierten Überspannungen stufenweise, bis ein für die angeschlossenen Geräte verträgliches Maß erreicht ist. Innerhalb der Überspannungsschutzgeräte werden drei Kategorien unterschieden: Geräte vom SPD-Typ 1 gewährleisten Grobschutz; solche vom SPD-Typ 2 Mittelschutz; Fein- beziehungsweise Geräteschutz bieten Geräte vom SPD-Typ 3.

Blitzschutz-Installation durch einen Fachmann

Zwar herrscht keine allgemeine gesetzliche Verpflichtung für einen Blitzschutz – von Hochhäusern und öffentlich bedeutsamen Gebäuden wie Krankenhäusern abgesehen. Angesichts der Gefahren, die von einem Blitzschlag ausgehen, ist allerdings jedem zur Installation eines äußeren und inneren Schutzes zu raten. Deutschlandweit gibt es zahlreiche professionelle Unternehmen, welche diese Arbeiten durchführen. Informieren Sie sich beispielsweise auf der Seite www.pigo-extremtechnik.de/blitzschutz/.

Veröffentlicht am 14. Februar 2014
Autor
experto.de