Besser spenden: 7 goldene Regeln für Spender

Die Vorweihnachtszeit ist auch in diesem Jahr wieder Spendenzeit: Jedes Jahr um Weihnachten überschütten alle möglichen Hilfswerke uns mit Spendenaufrufen. Doch was müssen Sie beim Spenden beachten? Hier lesen Sie 7 goldene Regeln für Spender.

1. Niemals unter Druck setzen lassen
Lassen Sie sich als Spender niemals unter Durck setzen. Nicht durch Werbung, dringende Anrufe oder Spendensammler, die Sie an der Tür überreden wollen. Wenn Sie spenden, sollte das immer freiwillig geschehen und nicht durch Zwang.

2. Gezielt spenden
Streuen Sie Ihre Spenden nicht auf mehrere Organisationen, sondern konzentrieren Sie sich auf 1 oder 2 Spendenempfänger. Das erleichtert Ihnen die Suche nach einer passenden Organisation und minimiert auch bei den Spendenempfängern den Verwaltungsaufwand.

3. Nichts ist wirklich dringend
Reagieren Sie niemals auf übertrieben dringende Anrufe. Seriöse Hilfsorganisationen sind finanziell immer zu einer Ersthilfe in der Lage, ohne dass Geld von Spendern eingegangen ist. Erst später kommt es darauf an, dass Sie die dann leeren Kassen wieder auffüllen.

4. Keine Impuls-Spende
Spenden Sie immer wohl überlegt, niemals aus einer Laune oder Betroffenheit heraus. Denn unter der Vielzahl der Spendenorganisationen sollten Sie die Richtige für sich herausfinden. Informieren Sie sich deshalb über die Ziele der ins Auge gefassten Organisation und darüber, was genau mit Ihrem Geld geschieht.

5. Einmalspende vorziehen
Überlegen Sie sich gut, ob Sie eine Fördermitgliedschaft abschließen oder Ihr Geld nicht doch besser zielgerichtet in einzelnen Beträgen spenden. So können Sie gezielter agieren, als wenn Sie sich durch eine Mitgliedschaft längerfristig festlegen. Und wenn Sie schon eine Fördermitgliedschaft anstreben, informieren Sie sich vorher über die Kündigungsfristen.

6. Sachspenden sind nur eine Notlösung
Sachspenden sind in der Regel nicht wirklich sachgerecht. Denn um Ihre Winterdecken zu Erdbebenopfern ans andere Ende der Welt zu bringen, ist eine logistische Meisterleistung erforderlich, die zudem sehr teuer ist. Sinnvoller sind immer Geldspenden, die schnell direkt vor Ort wirken.

7. Nicht zweckgebunden spenden
Zweckgebundene Spenden geben uns ein gutes Gefühl, weil wir genau wissen, was mit unserem Geld passieren wird. Der Nachteil: Bei größeren Katastrophen wie dem Tsunami im Winter 2004/2005 ging so mancher Hilfsorganisation das Geld aus, weil die zweckgebundenen Mittel für die konkrete Notlage nicht angetastet werden durften. Spenden Sie lieber "offen" und verbreitern Sie damit den Wirkungskreis der von Ihnen unterstützten Organisation.

Veröffentlicht am 2. März 2005