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Autos reparieren – das können Hobbyschrauber selbst erledigen

Autos reparieren – das können Hobbyschrauber selbst erledigen
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geschrieben von experto.de

Es gibt einige Arbeiten, die an einem Fahrzeug durchaus in eigener Regie durchgeführt werden können. Dazu braucht es keine abgeschlossene Ausbildung als Kfz-Mechaniker oder Kfz-Mechatroniker. Versierte Hobbyschrauber sind dazu ebenfalls in der Lage.

Es gibt einige Grundregeln, die sich Hobbybastler zu Eigen machen sollten. Am Anfang ist der Einstieg schwer, doch mit ein wenig Übung kommt die Routine und damit der Erfolg. Was Hobbyschrauber beim Reparieren des eigenen Autos beachten sollten, welche Dinge sich in Eigenleistung reparieren lassen und wovon auch erfahrene Hobbymechaniker die Finger lassen sollten, ist Thema dieses Beitrags.

Fünf Grundregeln, die Hobbyschrauber beachten sollten

  1. Beim Arbeiten am eigenen Auto steht die Sicherheit immer ganz oben. Deshalb sollten genaue Anleitungen für eine Reparatur (Original-Werkstatthandbücher) benutzt werden.
  2. Qualitativ hochwertiges Werkzeug sorgt dafür, dass die Ersatzteile im Rahmen einer Reparatur in Eigenleistung nicht beschädigt werden. Werkzeuge aus dem Fachhandel sind in der Regel besser geeignet als die kostengünstigen Varianten aus dem Baumarkt.
  3. Originalteile sind günstigen Fremdprodukten vorzuziehen. Diese verschleißen erfahrungsgemäß schneller, passen nicht richtig oder weisen Mängel in der Funktion auf.
  4. Organisiertes Arbeiten sichert den Erfolg. Wer Teile ausbaut, sollte diese mit einem beschriftbaren Kreppband versehen. Auf das Kreppband lässt sich notieren, in welcher Reihenfolge die Teile eingebaut werden müssen. Auf diese Weise ist es einfacher, den korrekten Platz zu finden und die Teile ordnungsgemäß zu installieren.
  5. Genauigkeit beim Nachfüllen von Flüssigkeiten sorgt für die Funktionsfähigkeit. Das betrifft insbesondere die Bremsen und das Getriebe. Generell gilt, dass nur hochwertige Flüssigkeiten in der richtigen Menge dienlich sind. Alles andere kann Schäden verursachen, die sehr teuer oder irreparabel ausfallen können.

Autos reparieren – das können Hobbyschrauber selbst erledigen

So ein Motor lässt die Herzen von Autofans und Hobbymechanikern höher schlagen.

Diese Teile verschleißen am häufigsten und müssen repariert werden

Bevor nun eine Liste der Teile folgt, die den höchsten Verschleiß zeigen, folgen drei interessante Fakten zum Thema Autoreparatur:

  1. Es wird immer schwieriger, ein Auto selbst zu reparieren. Die Motoren werden immer komplizierter und der Anteil der Elektronik steigt. Wer einmal einen Blick ins Cockpit der Zukunft geworfen hat, weiß, wovon die Rede ist. Fahrzeuge vor 2005 lassen sich meist noch recht gut in Eigenleistung warten und reparieren, jüngere Modelle nicht.
  2. Insgesamt steigt die Anzahl der Reparaturen bei gleichzeitigem Rückgang der Reparaturen in Eigenleistung in Deutschland.
  3. Bei einigen Reparaturen lohnt es sich nach wie vor, selbst Hand anzulegen. Fachhändler halten verständliche Reparaturanleitungen bereit.

Diese Statistik zeigt, dass rund 23 % aller Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln zur TÜV-Untersuchung kamen. Auch im Rahmen einer Inspektion stellen freie und gebundene Werkstätten immer wieder fest, dass bestimmte Teile häufiger zu beanstanden sind, andere seltener. Diese fünf Teile gehen besonders häufig kaputt und müssen repariert oder ausgetauscht werden:

  1. Leuchtmittel und die dahinterstehende Elektronik gehen am häufigsten kaputt und müssen ausgetauscht werden. Passende Ersatzscheinwerfer für Autos sind online zu finden, genauso wie Bremsen, Filter, Felgen, Fahrwerke, Schlösser und vieles mehr.
  2. Kühlsysteme und Klimaanlagen gehen am zweithäufigsten kaputt.
  3. Auch Wischblätter sind regelmäßig auszutauschen und werden sehr oft von Werkstätten bemängelt.
  4. Auf Platz vier der Teile, die besonders häufig gewartet oder ausgetauscht werden müssen, hat es der Ölfilter geschafft. Ein regelmäßiger Ölwechsel ist ebenfalls Pflicht.
  5. Absolut unverzichtbar und auf Platz fünf der häufigsten Teile, die in Pkws kaputtgehen, liegen die Bremsen.

Reparaturen für Hobbybastler

Nicht alles, was am Auto kaputtgeht, können Hobbyschraube selber reparieren, doch ein paar Dinge sind auf jeden Fall machbar. Folgende Reparaturen und Wartungsarbeiten eignen sich für die Reparatur in Eigenleistung.

Lackschäden/Rost bearbeiten

Bei kleinen Schäden dürfen Hobbyschrauber selber ran. Besonders wichtig ist es, die korrekte Farbe auszuwählen, denn selbst minimalste Differenzen fallen sofort ins Auge. Bei großen Schäden hilft eine Fachwerkstatt. Eine freie Fachwerkstatt lässt sich durch Eingabe der Postleitzahl über die Umkreissuche schnell finden.

Wischblätter austauschen

Diese Aufgabe ist ganz einfach und kostet wenig Zeit. Die passenden Wischblätter sind in Baumärkten oder im Fachhandel zu haben.

Reifen wechseln und Radschrauben nachziehen

Eine einfache und schnell zu erledigende Wartungsleistung ist der Reifenwechsel. Zum Nachziehen der Muttern sollte das Rad so gedreht werden, dass die Knarre beim Aufsetzen des Fußes und Verlagerung des Körpergewichts ausreichend Spielraum nach unten hat, um die Mutter fest zu ziehen. Reifen wechseln ist nicht schwer, eine Anleitung zeigt das folgende Video.

Luftfilter austauschen

Hierfür ist ein wenig mehr Erfahrung erforderlich. Eine Anleitung steht im fahrzeugspezifischen Handbuch. Dort ist genau beschrieben, wie der Luftfilter auszutauschen ist. Die regelmäßige Reinigung von grobem Schmutz ist ratsam.

Birnen austauschen

Je nachdem, wie versteckt die Fassungen liegen, ist bei einigen Fahrzeugen überhaupt kein Werkzeug nötig. Die Reparaturen sind leicht und in kurzer Zeit durchzuführen. Zum Wechseln braucht es passende Birnen und Hobbybastler sollten sich im Handbuch angucken, wo die Leuchtmittel platziert sind und wie sie erreichbar sind. Manchmal muss nämlich der Scheinwerfer teilweise ausgebaut werden.

Ölfilter und Öl wechseln

Den Ölstand zu kontrollieren, ist ebenfalls eine einfache Aufgabe, der Austausch des Ölfilters jedoch braucht Übung und fällt mit wachsender Erfahrung leichter. In beiden Fällen sollten Hobbyschrauber den Arbeitsplatz so sichern, dass kein Öl in den Boden sickert.

Batterie auswechseln

In der Regel ist kein Spezialwerkzeug erforderlich, um eine Batterie im PKW auszutauschen. Schraubenschlüssel und Zange reichen aus, um diese schnell durchzuführende Arbeit zu erledigen.

Kühlmittel auswechseln

Das Auto sollte kalt sein, wenn das Kühlmittel ausgetauscht wird. In der Regel gibt es eine Ablassschraube, die geöffnet werden muss. Der Blick ins Handbuch ist obligatorisch.

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Für bestimmte Reparaturen muss das Auto in die Werkstatt.

Reparaturen, die in professionelle Hände gehören

Auch wenn es verlockend ist, mit wachsender Erfahrung immer mehr am eigenen Auto zu machen, so sollten doch ganz bestimmte Arbeiten in professionelle Hände gegeben werden. Der Schwierigkeitsgrad ist zu hoch und der Zeitaufwand kann sich selbst für einen Profi über Stunden ziehen. Diese Bereiche sollten deshalb einem versierten Fachmann übertragen werden:

  1. Klimaanlage
  2. Stoßdämpfer
  3. Bremsen
  4. Auspuff
  5. Motor
  6. Getriebe

Fazit: Wer Spaß daran hat, am eigenen Auto zu schrauben, kann das in vielen Bereichen ohne Qualitäts- und Sicherheitsverlust tun. Doch wenn es an komplizierte und zentrale Einheiten des Fahrzeugs geht, muss der Profi ran. Zu groß ist das Risiko, dass etwas schiefgeht. Leichtsinn kann sehr teuer werden und unter schlechten Umständen sogar tödlich enden.

Bildquellen:

Bild 1: pixabay.com © RyanMcGuire (CC0 Public Domain)

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Bild 3: pixabay.com © Simon-3 (CC0 Public Domain)

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