Verbrauchertipps

5 Tipps für einen verantwortungsvollen Fischkauf

Fisch ist ein sehr begehrtes und auch gesundes Lebensmittel. Leider gelten weltweit rund zwei Drittel aller kommerziell genutzten Fischbestände als überfischt.

Wenn Sie die richtigen Kaufentscheidungen treffen, dann können Sie den nachhaltigen Fischfang auf jeden Fall unterstützen. Es gibt einige Tipps, die Ihnen beim verantwortungsvollen Fischkauf helfen.

So unterstützen Sie die nachhaltige Fischerei

Bei der nachhaltigen Fischerei soll sichergestellt werden, dass auf keinen Fall mehr Fische gefangen werden als Fische auf dem natürlichen Weg nachwachsen können. Jedes einzelne Glied in der Produktionskette, angefangen vom Fangschiff bis hin zum Speiseteller, muss einen Produktetiketten-Audit durchlaufen. Dieser soll die lückenlose Rückverfolgbarkeit der Fischware bis zu ihrem Herkunftsort garantieren.

Sie selbst können ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten, indem Sie beim Fischkauf auf die wichtigsten Label achten. Kaufen Sie einen Fisch mit einem dieser Siegel, dann können Sie sicher sein, dass er aus der nachhaltigen Fischerei stammt. Je mehr Menschen beim Fischkauf auf den nachhaltigen Fischfang achten, desto mehr können die weltweiten Fischbestände geschützt werden. Diese 5 Siegel stehen für einen nachhaltigen Fischfang:

  1. MSC-Siegel
  2. EU-Biosiegel
  3. Naturland Aquakultur
  4. Naturland Wildfisch
  5. Bioland

1. MSC-Siegel

Die internationale und unabhängige Organisation MSC (Marine Stewardship Council) vergibt das gleichnamige Siegel für Wildfische, die nachhaltig gefangen wurden. Die Organisation wurde im Jahr 1997 vom Lebensmittelkonzern Unilever und der Umweltstiftung WWF gegründet. Das Siegel garantiert, dass die Fischbestände zum einen nicht überfischt und die Fische zum anderen ausschließlich schonend gefangen werden. Achten Sie beim Fischkauf auf Produkte mit dem blauen MSC-Siegel und Sie unterstützen den nachhaltigen Fischfang. MSC-Produkte finden Sie in Deutschland als Konserven, frisch und tiefgefroren. Alleine im deutschen Handel gibt es bereits mehr als 5.000 Fischerzeugnisse mit diesem Siegel.

2. EU-Biosiegel

Erst seit 2009 gibt es innerhalb der EU-Ökoverordnung einige verbindliche Richtlinien für die Bio-Aquakulturen. Diese Richtlinien gelten für Fischarten wie Forellen, Lachse, Seebarsche und Karpfen. Das EU-Biosiegel kommt aber auch bei Muscheln und Krebstieren zum Einsatz. Leider gibt es nur wenige Produkte im deutschen Handel, die mit dem EU-Biosiegel ausgezeichnet sind. Achten Sie beim Fischkauf dennoch darauf, ob das Siegel sich auf der Verpackung befindet. Im Detail ist das Siegel grün und mit vielen weißen Sternchen versehen.

3. Naturland Aquakultur

Das Siegel Naturland Aquakultur stammt vom Bioanbauverband Naturland und dieses wird weltweit am häufigsten für die Zertifizierung von Biofisch aus Aquakulturen verwendet. Insgesamt kommt das Siegel bei 11 Fischarten zum Einsatz. Vorgeschrieben sind unter anderem niedrige Besatzdichten. Hormone, Gentechnik und auch vorbeugende Medikamente sind absolut tabu. Die Richtlinien vom Naturland Aquakultur Siegel sind um einiges strenger als bei der EU-Öko-Verordnung. Achten Sie beim Fischkauf darauf, dass die Produkte mit dem wichtigen Siegel gekennzeichnet sind. Dieses erkennen Sie recht einfach an den grünen und gelben Farben und den großen Blättern.

4. Naturland Wildfisch

Dieses Siegel stammt ebenfalls vom Bioanbauverband Naturland und wurde erst 2010 eingeführt. Wildfisch, der nachhaltig gefangen wurde, wird mit diesem Siegel ausgezeichnet. Bisher gilt das Siegel allerdings nur für den Victoriabarsch aus Tansania. Am Victoriasee findet das Pilotprojekt statt und dieses umfasst auch viele soziale Standards. Beim Fischkauf erkennen Sie Produkte mit diesem Siegel ebenfalls recht schnell. Bis auf die Bezeichnung Wildfisch ist es mit dem Siegel Naturland Aquakultur identisch.

5. Bioland

Der Bioanbauverband führt nur Zertifizierungen für spezielle Friedfische wie den Karpfen durch. Diese müssen sich zum einen pflanzlich und zum anderen ohne Fischfutter ernähren. Die Farm ist direkt in ein nachhaltiges Ökosystem integriert. Die Vorgaben vom Bioanbauverband sind deutlich strenger als die Öko-Vorgaben der Europäischen Union. Das Bioland Siegel erkennen Sie auf Verpackungen relativ problemlos, denn es ist dunkelgrün und trägt die Bezeichnung Bioland.

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Dieser Artikel wurde noch nicht bewertet!
Please wait...

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.