5 Pflichten des Mieters

Als Mieter haben Sie diese Pflichten wahrzunehmen.

Mit der Unterzeichnung des Mietvertrags geht der Mieter einige Pflichten ein. Hält er sich nicht an die vorgeschriebenen Punkte, kann es zu Auseinandersetzungen bis hin zur Kündigung durch den Vermieter kommen. Doch welche Mieterpflichten gibt es?

Der folgende Ratgeber beantwortet Ihnen diese Frage.

  1. Miete zahlen
  2. Über Mängel informieren
  3. Wohnung
  4. Hausordnung beachten
  5. Rücksichtnahme

1. Die Pflicht des Mieters ist es, die vertraglich vereinbarte Miete pünktlich und regelmäßig zahlen

Natürlich besteht die Pflicht, vereinbarungsgemäß die festgelegte Miete zu zahlen, dennoch kommt es diesbezüglich häufig zu Problemen, insbesondere wenn der Mieter die Überweisung selber vornimmt. Um dies zu vermeiden, ist die Einrichtung eines Dauerauftrags empfehlenswert, denn der Vermieter akzeptiert vielleicht ein oder zwei Mal einen verspäteten Zahlungseingang, doch beim dritten Mal droht bereits eine fristlose Kündigung der Wohnung.

Mietrückstände sollten daher unbedingt vermieden werden. Auch zu beachten ist, dass die Miete laut Gesetzgeber im Voraus gezahlt werden muss. Hierbei wird als Frist der dritte Werktag eines jeden Monats genannt. Oftmals sind Mieter zudem verpflichtet, eine Mietkaution (maximal drei Monatsmieten) zu zahlen, doch auch dies wird zu Beginn des Mietverhältnisses festgelegt.

2. Vermieter über aufgetretene Mängel zeitnah informieren

Wenn sich in der Mietwohnung ein Mangel zeigt, muss dieser dem Vermieter umgehend gemeldet werden, da, abhängig vom Schaden, Folgeprobleme auftreten könnten. Dies wiederum wirkt sich negativ auf die Reparaturkosten aus. Daher haben Mieter, die einen Mangel zu spät melden, mit Konsequenzen zu rechnen, denn der Vermieter kann Schadensersatzforderungen stellen. Bei vielen Mängeln muss der Vermieter für die Beseitigung aufkommen. Daher sollte die Meldung ernst genommen werden, denn nur dann besteht auch die Möglichkeit, dass der Schaden behoben werden kann.

Wurde ein Schaden selber verursacht, muss der Mieter für die Rechnung aufkommen, beispielsweise wenn Fliesen durch einen Gegenstand, der herunter gefallen ist, zu Bruch gehen. Was die Schönheitsreparaturen anbelangt, wird meist im Mietvertrag geregelt, in welchen Abständen der Mieter welche Schönheitsreparaturen leisten muss, zum Beispiel das regelmäßiges Streichen oder Tapezieren der Räume.

3. Wohnung muss regelmäßig beheizt und gelüftet werden

Das Heizen der Wohnung gehört, abhängig vom Wetter, ebenso zu den Pflichten. Wer die Heizung bei entsprechenden Witterungsbedingungen nicht nutzt, riskiert, dass sich in der Wohnung Schimmel bildet, Rohrbrüche auftreten oder ähnliche Schäden verursacht werden.

In diesen Fällen kann es durch den Vermieter zu Schadensersatzforderungen kommen, wenn ein unsachgemäßes Heizen nachgewiesen wird. Auch zum Lüften besteht eine Pflicht, denn es trägt, genau wie das Heizen, zum Erhalt der Bausubstanz bei. Daher muss der Mieter beides ausreichend erledigen.

4. Die Pflicht des Mieters ist es die Hausordnung zu beachten

Die Hausordnung ist ein wichtiger Punkt, der zu beachten ist. Hier spielen Aspekte wie die Reinigung des Hausflurs und der Treppe, das Schneeräumen und die ordnungsgemäße Müllentsorgung eine entscheidende Rolle. Wenn der Vermieter per Mietvertrag und Hausordnung festlegt, dass der Mieter die Treppe selber putzen muss, wird dies meist im Wechsel mit den anderen Mietern an bestimmten Wochentagen durchgeführt.

Dabei handelt es sich stets um den zwischen zwei Geschossen liegenden Treppenabschnitt. Bei Krankheit oder einer Abwesenheit durch Urlaub muss der Mieter, der zum Putzen verpflichtet wäre, für eine Vertretung sorgen.

5. Rücksichtnahme und Ruhe

Ein weiterer wichtiger Punkt, der meist im Mietvertrag geregelt ist, ist die Verpflichtung des Mieters, dass er auf die Hausgemeinschaft, also auf die anderen Mietparteien, Rücksicht nimmt. Hierbei gilt es, vor allem Aspekte wie Mittags- und Nachtruhe zu beachten.

Der Fernseher, das Radio, der CD-Player usw. dürfen natürlich in der Wohnung verwendet werden, allerdings in einer der Tageszeit angemessenen Lautstärke, sodass sich die Nachbarn nicht belästigt fühlen. Ab 22 Uhr beginnt beispielsweise Nachtruhe, dies bedeutet, dass die Geräte auf Zimmerlautstärke gestellt werden müssen. Ein dauerhaftes rücksichtsloses Verhalten gegenüber der Hausgemeinschaft kann sogar eine fristlose Kündigung nach sich ziehen.

Fazit

Dies waren die Tipps, welche Pflichten Sie als Mieter haben, nachdem Sie den Mietvertrag unterschrieben haben. Daran sollten Sie sich auch halten, um Ärger mit dem Vermieter oder im schlimmsten Fall sogar eine Kündigung zu vermeiden.

Veröffentlicht am 21. Juni 2016
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