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5 Gründe, warum Sie sich jetzt von Rentenfonds verabschieden sollten

5 Gründe, warum Sie sich jetzt von Rentenfonds verabschieden sollten
geschrieben von Burkhard Strack

Rentenfonds galten lange Zeit als eine sichere und stabile Wertanlage, die finanzielle Sicherheit im hohen Alter schaffen soll. Das hat sich über die letzten Monate und Jahre schleichend geändert. Experten aus dem Finanzwesen sprechen mittlerweile davon, dass Rentenfonds gar ausgereizt seien.

Die fünf folgenden Gründe spielen hierbei eine elementare Rolle.

  1. Reduzierte Zinsen
  2. Tagesgeld und Festgeld
  3. Verwaltungsgebühren
  4. Rentenanleihen
  5. Verkauf

1. Zinsen reduzierten sich kontinuierlich weiter

Der frühe, große Erfolg der Rentenfonds fordert Jahre später seinen unausweichlichen Preis. Wie immer bei stabilen und rentablen Geldanlagen, verringern sich über die Jahre auch die Zinsen. Dieser Fall ist bei den Fonds mittlerweile längst eingetreten. Die reduzierten Zinsen sind ein ausschlaggebender Grund, warum man sich von den Fonds eher frühzeitig verabschieden sollte.

Experten rechnen nicht mit einer neuerlichen Steigerung. Fortan wird mit den Fonds also eine geringere Rendite als bisher erzielt, die sich in der Zukunft auch noch weiter reduzieren wird. Das ist Gift für jede Investition, auch wenn die Fonds als stabil und einigermaßen sicher gelten. Der verminderte Zinssatz ist schlicht nicht mehr konkurrenzfähig.

2. Tagesgeld und Festgeld holen langsam wieder auf

Zur gleichen Zeit, als Rentenfonds ihren Zenit erreichten, befanden sich die Zinsen für Tages- und Festgeldkonten auf einem historischen Minimum. Genau diese Anlagen sind es nun aber, die langsam wieder an Stärke gewinnen und damit eine bessere Investition darstellen. Schon jetzt wird teilweise deutlich, dass Festgeldkonten eine bessere Rendite versprechen. Experten gehen indes davon aus, dass Tages- und Festgeldkonten in naher Zukunft noch weiter erstarken werden. Meist ist eine Kombination aus Tages- und Festgeldkonto die ideale Alternative für den herkömmlichen Kleinanleger. Zumal das eingelegte Geld zumindest beim Tagesgeldkonto flexibler ist.

3. Verwaltungsgebühren reduzieren die Rendite sogar noch weiter

Anders als bei einem Festgeld- oder Tagesgeldkonto, müssen Anleger in Rentenfonds auch noch mit Verwaltungs- und Ankaufsgebühren rechnen. Branchenintern kann in diesem Fall mit ungefähr 0,2 Prozentpunkten pro Jahr kalkuliert werden. Sie werden erhoben, wenn Indexfonds erworben werden, welche wiederum als eine Basis für Rentenfonds gelten. Ein Festgeldkonto ist bei den meisten Anbietern hingegen nicht nur völlig kostenlos, sondern wird teilweise auch noch mit einem kleinen Bonus oder einer Prämie beim Abschluss ausgezeichnet. In beiden Fällen vermindern die anfallenden Gebühren also die Rendite bei den Rentenfonds, während Festgeldkonten unter Umständen sogar auf eine weitere Prämie zurückgreifen können.

4. Profitablere Rentenanleihen besitzen ein größeres Risiko

Bei Rentenfonds wird für deutsche Anleger primär zwischen deutschen Fonds (meist Staatsanleihen) und EU-Staatsanleihen unterschieden. Die deutschen Staatsanleihen besitzen schon jetzt nur eine minimale Rendite die sich über die nächsten 10 bis 20 Jahre noch weiter reduzieren wird. Die Euro-Staatsanleihen besitzen zwar höhere Zinsen, diese resultieren aber primär aus dem Anteil von spanischen und italienischen Anleihen.

Selbige besitzen jedoch auch ein höheres Risiko, welches das eines klassischen Festgeldkontos übersteigt. Italienische Staatsanleihen erhalten zum aktuellen Zeitpunkt (01/16) sogar nur eine Note von "BBB-" – in der Praxis bedeutet das gewissermaßen "minimal besser als Ramsch".

5. Ein Verkauf kann nun noch lohnenswert sein

Rentenfonds sind nicht allgemein ein schlechtes Produkt, sondern können vielmehr nicht mit anderen, recht simplen Alternativen mithalten. Da sie in den letzten Jahren eine anständige Rendite abwarfen und auch heute noch viele Ankäufer für die Fonds existieren, sollten Sie sich aktiv mit einem Verkauf Ihrer Anteile befassen. Je schneller der vollzogen wird, desto höher wird höchstwahrscheinlich auch Ihr Erlös ausfallen. Diesen wiederum können Sie in andere, immer weiter erstarkende Anlagen investieren, zum Beispiel die Festgeld- und Tagesgeldkonten.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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