Verbrauchertipps

4 Dinge, die Sie zur Reisekostenrückerstattung im Winterurlaub wissen müssen

Wenn im Skiurlaub der der Schnee ausbleibt, dann bedeutet das für viele Reisende eine Katastrophe. Schließlich war der Urlaub ja auf der Piste geplant, nicht in der Hütte mit Aussicht auf die grünen Wiesen.
Aber von solchen Wetterschwankungen muss sich niemand den Urlaub verderben lassen. denn in der Regel bestehen gute Chancen auf Reisekostenrückerstattung oder auf günstige Ausweichmöglichkeiten.

Manchmal bestehen Chancen auf Reisekostenrückerstattung, in der Regel aber zumindestens auf günstige Ausweichmöglichkeiten.

1. Letzter Ausweg Reiserücktritt

Der Rücktritt von der Reise sollte immer nur ein letzter Ausweg sein, ist im Winterurlaub aber unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Grund für eine Reisekostenrückerstattung ist (wie bei jeder anderen Kostenrückerstattung auch) das, was der Jurist einen Mängel nennt. Kein Schnee im Skigebiet mag für viele Winterurlauber ein Mängel sein, der liegt aber rechtlich nur dann vor, wenn Ihnen dieser Schnee auch versprochen wurde.

Erst wenn im Katalog oder vom Veranstalter Schneesicherheit oder eine ganzjährige Schneegarantie ausgesprochen wurde, besteht dieser Reisemangel. Bleiben Sie im gebuchten Hotel, dann besteht der Anspruch auf bis zu ein Viertel Reisekostenrückerstattung des Reisepreises. Wenn Sie im Winterurlaub flexibler sind, dann können Sie auch auf ein anderes Quartier ausweichen. In dem Fall gibt es zwar keine Reisekostenrückerstattung, aber der Veranstalter muss die Kosten für Umquartierung und Fahrt tragen.

Allerdings bieten manche Anbieter von sich aus eine Reisekostenrückerstattung bei zu viel oder zu wenig Schnee an – diese muss in der Regel jedoch mehrere Tage vor der Anreise wahrgenommen werden. Also sollten Sie schon vor dem Winterurlaub regelmäßig den Wetterbericht überprüfen.

Gerade in diesem Winter, der bisher nur in wenigen Gebieten Schnee gebracht hat, gibt es also keine hundertprozentige Garantie auf Reisekostenrückerstattung. Das alles hängt von der Ihnen versprochenen Situation im Katalog ab.

2. Kann man das versichern lassen?

Eine Reiserücktrittsversicherung für Schneemangel gibt es nicht und die Reiserücktrittsversicherung deckt diese Kosten auch nicht. Die Grundlage hierfür ist das "Allgemeine Lebensrisiko", das auch das Wetter einschließt. Denn auch die Reiserücktrittsversicherung geht davon aus, dass Sie eigentlich wissen müssten, dass Sie im Winterurlaub keine Garantie auf Schnee haben – so wie Ihnen auch am Strand kein Sonnenschein garantiert ist. Eine allgemeine Lösung gibt es also nicht, sondern eben nur dann, wenn Schnee zugesichert wurde.

3. Winterurlaub stornieren kann kosten

Wenn Ihnen nicht zugesichert wurde, dass im Winterurlaub auch Schnee liegt, so können Sie die Reise zwar immer noch stornieren, tragen jedoch selbst die Stornierungskosten. Natürlich ist das jederzeit möglich, eine Pauschalreise im Vorfeld zu stornieren, gerade bei günstigeren Reisen wird das aber oft teuer. Und je näher der Reisetermin rückt, desto höher fallen die Kosten dann auch aus.

Eine kostenlose Stornierung ist nur dann möglich, wenn Sie nicht in der Lage sind, anzureisen. Ist das gebuchte Quartier für den Winterurlaub also etwa durch einen Lawinensturz gar nicht erst zugänglich, so können Sie vom Reisevertrag kostenlos zurücktreten. Das kann in diesem Fall aber auch der Reiseveranstalter. Auch hier lohnt es sich, schon bei der Buchung der Reise auf die Bedingungen zu achten, denn Wetter zählt zu den Risikofaktoren, die Reisende in Kauf nehmen müssen.

4. Seien Sie flexibel

Gerade zu Beginn oder Ende der Wintersaison werden Reiseveranstalter keine Schneegarantie aussprechen. Das erschwert Ihnen die Reisekostenrückerstattung und das sollten Sie beim Buchen einer günstigen Winterreise auch in Kauf nehmen. Legen Sie sich stattdessen ein Alternativprogramm zurecht und lassen Sie Ski und Snowboard zuhause.

Natürlich ist ein Wanderurlaub nicht ideal, wenn der ursprünglich mal als Skiurlaub geplant wurde – aber Skigebiete bestechen nicht nur durch ihre Landschaft, sondern bieten auch abseits der Pisten Freizeitmöglichkeiten, wie z. B. Wellness. Das mag alles nicht ideal sein, aber es ist eben auch eine Kunst, aus einer ungünstigen Situation das Beste zu machen.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.