Verbrauchertipps

4 der beliebtesten Online-Videotheken im Vergleich

Die Zeiten der klassischen Videothek am Straßenrand sind längst vorbei. Eine Online-Videothek bietet in aller Regel nicht nur günstigere Preise, sondern auch eine breitere Auswahl mit oftmals multilingualem Angebot.

Vier Anbieter sind bei Kunden besonders beliebt, wobei diese sich keinesfalls nur in Nuancen unterscheiden.

1. Amazon Video

Mit Amazon Video ist dem Versandriesen erneut ein großer Wurf gelungen. Das breitgefächerte Angebot deckt eine Vielzahl von Filmen und Serien ab, darunter natürlich auch die großen, von Amazon eigens finanzierten Produktionen – beispielsweise Serien wie Hand of God oder Mad Dogs. Diese Serien haben, sofern es nach Kritikern geht, zwar noch nicht ganz das Netflix-Niveau erreicht, befinden sich aber nicht weit davon entfernt. Eine große Stärke der Amazon Online-Videothek ist die riesige Auswahl, zumal überdurchschnittlich viele Klassiker verfügbar sind – hier kommen also nicht nur Freunde von modernen Blockbustern voll auf ihre Kosten.

Vorteilhaft ist ebenfalls, dass die Amazon Online-Videothek direkt an das Prime-Abo gekoppelt ist. Prime ist der Premium-Lieferdienst von Amazon, mit dem unter anderem versandkostenfreie und schnellere Lieferungen ermöglicht werden. Prime-Kunden erhalten außerdem Zugriff auf bestimmte Produkte, die vom „klassischen“ Amazon-Kunden nicht bestellt werden können.

Hier ergibt sich also eine super Synergie aus Zusatzleistungen im Versandhaus und dem Amazon Videodienst. Nachteilhaft könnte dem Dienst angelastet werden, dass Prime auf ein sehr steifes Abo-Modell vertraut. Abos werden immer für das komplette Jahr abgeschlossen, aktuell zum Preis von knapp 50,- Euro.

2. Netflix – der Vorreiter aus den USA

Weltweit ist Netflix der führende Anbieter von On-Demand-Videos. Kaum verwunderlich, war das Unternehmen aus den USA der große Vorreiter im Bereich der Online-Videotheken. Noch immer ist deren prominentes Alleinstellungsmerkmal die riesige Vielfalt eigener produzierter Serien, die sich von Jahr zu Jahr in der Qualität zu übertreffen scheinen.

Serien wie House of Cards oder Orange is the new Black, beide vielfach ausgezeichnet, werden von Netflix produziert und sind folglich auch unmittelbar in der Online-Videothek verfügbar. Qualitativ konnte Netflix als Online-Videothek aber vor allem in der jüngeren Vergangenheit nicht immer überzeugen. Das Angebot für den deutschen Markt gilt noch immer als verbesserungswürdig, dafür sind alle angebotenen Titel als „Flatrate“ verfügbar – es muss also kein Film und keine Serie separat gezahlt werden.

Zur Zahlung bietet Netflix immer ein Abo, welches in drei verschiedenen Preisklassen kommt – unterschieden wird unter anderem nach Zahl der gekoppelten Geräte und nach der gewünschten Qualität. In der Basis-Variante für 7,99 Euro monatlich gibt es keine HD oder Ultra-HD-Option. Letztere ist erst beim teuersten Model für 11,99 Euro verfügbar. Wem zwei Geräte und klassisches HD ausreichen, kann die Online-Videothek in der Standard-Variante für 9,99 Euro buchen. Netflix hebt sich also weder durch den Preis noch ein breites Angebot ab, die Stärken sind nach wie vor die besonders hochwertigen Eigenproduktionen und das Flatrate-Modell.

3. Maxdome – mehr als 45.000 Filme in der Online-Videothek

Maxdome wird von der deutschen ProSiebenSat1 Media Gruppe betrieben und umfasst, zumindest nach eigenen Angaben, mehr als 45.000 Filme in der Datenbank – rund 500 davon sind kostenlos verfügbar. Anders als beispielsweise bei Netflix, werden Filme bei Maxdome primär separat ausgeliehen und bezahlt.

In der Standard-Auflösung für rund 3,99 Euro, in der HD-Alternative für rund 4,99 Euro. Zusätzlich bieten Maxdome einige Pakete für Genres an, in denen neue Blockbuster aber nicht enthalten sind. Somit gilt Maxdome definitiv, vor allem aufgrund der einzelnen Gebühren, als relativ teuer. Die Preispolitik, bei der teilweise separate Pakete für verschiedene Genres und zahlreiche Ausnahmen existieren, ist zudem keinesfalls nutzerfreundlich oder übersichtlich. Dafür ist zumindest die Auswahl an Filmen recht groß.

4. Apple iTunes Store

Vor allem im deutschen Raum häufig vergessen, bietet Apples iTunes Store durchaus gute Leistungen für eine Online-Videothek. Rund 60.000 Filme und satte 190.000 Serien-Episoden sind verfügbar, viele davon auch im O-Ton für alle Zuschauer, die keine deutschen Synchronsprecher wünschen. Die Preise schwanken zwischen knapp 3 bis knapp 5 Euro, je nach Filme/Serie und Streaming-Qualität. Im Tausch bindet man sich gewissermaßen an Apple, immerhin sind die geliehenen Filme und Serien aber auf allen Apple-Produkten abspielbar. Ein iTunes Konto und iTunes (das Programm) werden zwingend benötigt.

(Stand: 2016)

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.