Verbrauchertipps

Mit Preisvergleichen im Internet Geld sparen

Sie heißen billiger.de, geizkragen.de und so weiter und treten mit dem Anspruch an, dem Konsumenten im Dschungel der Angebote und Schnäppchen zu helfen und den Weg zu Bestpreisangeboten zu ebnen. Dabei sind Preisvergleichsportale nicht repräsentativ, sondern darauf angewiesen, dass die Anbieter selbst an sie herantreten. Dennoch können Sie diese Seiten für Ihren Preisvergleich nutzen.

Wie funktionieren Preisvergleichsportale?
Beachten Sie, dass die Preisvergleichsportale in der Regel nach dem Partnerprinzip aufgebaut sind, das heißt, die Anbieter müssen selbst aktiv werden, um ihre Angebote platzieren zu können. Demzufolge sollten Sie nicht damit rechnen, dass Sie hier einen repräsentativen Marktüberblick gewinnen können.

Nutzen Sie die Portale als eine Quelle unter mehreren. Anders als Internetversandhäuser haben sie nur einen Informationswert. Sie können dort in der Regel nicht selbst kaufen. Dadurch ergibt sich ein Interesse, das in zwei Richtungen wirkt. Einerseits hat der Betreiber das Interesse, seine Partner nicht zu vergraulen, andererseits sollen Sie den Eindruck gewinnen, dass wirklich fair verglichen wird. Hätten Sie diesen Eindruck nicht, so würden Sie diese Internetseite nicht mehr besuchen und das Portal hätte seinen Sinn verloren.

Trotz Objektivität andere Quellen heranziehen
Hier können Sie also mit einiger Objektivität rechnen. Sich nur auf diese Seiten zu verlassen wäre aber töricht. Sie können hier erfahren, welche Produkte es gibt, die Ihr Bedürfnis befriedigen. Im Internet, wo weder Käufer, noch Verkäufer, noch Ware körperlich zugegen sind, haben Sie in der Regel mehr Auswahl. Mit dieser Auswahl haben Sie einen ersten Ansatzpunkt. Mehr sollten Sie nicht erwarten.

Erwarten Sie ebenfalls nicht, dort genaue Informationen über Leistungen und Qualität zu finden. Zwar gibt es auf einigen Portalen für Nutzer die Möglichkeit, Produktbewertungen zu verfassen, doch sind diese in der Regel höchst subjektiv, weil eben eigene Erwartungen in das Produkt gesetzt werden. Sie müssen sich also bei den Preisvergleichsportalen "durchklicken".

Wie Sie Preisvergleichsportale einsetzen sollten
Dementsprechend gibt es zwei Ansatzwege, um Preisvergleichsportale einzusetzen: Einerseits, um überhaupt erst einmal einen ganz groben Überblick über angebotene Produkte zu gewinnen. Das empfiehlt sich insbesondere dann, wenn Sie nur eine ungenaue Vorstellung von dem Produkt haben, das Sie wollen, etwa, wenn Sie keine besondere Marke suchen, sondern nur eine Hose kaufen möchten.

Anders sieht es aus, wenn Sie bereits über Informationen verfügen. Insbesondere bei Elektrogeräten sollten Preisvergleichsportale nicht Ihre erste Anlaufstelle sein. Hier kommt es auf Details an, etwa auf die Leistung der Boxen, die Qualität der Verarbeitung und so weiter, sodass Sie hier am besten zuerst in Fachzeitschriften Testberichte studieren, um dann gezielt zu suchen.

Der Preisvergleich zeigt Ihnen dann Internetseiten, auf denen das Produkt zu erwerben ist. Da es sich nicht um eine repräsentative Marktdarstellung handelt, sollten Sie sich genau ansehen, welche Shops dort angezeigt werden und welche nicht. Fehlen prominente Shops, so bedeutet das meist nicht ein schlechtes Angebot, sondern einfach, dass es sich nicht um einen Partner dieses Portals handelt. Suchen Sie auf den Seiten, die Ihnen fehlen. Manchmal sind gerade dies diejenigen Anbieter mit besonders günstigen Angeboten.

Die experto-Redaktion rät: Dass Sie im Internet recherchieren, bedeutet nicht, dass Sie auch im Internet kaufen müssen. Vergessen Sie auch nicht Ihren Händler vor Ort in Ihre Preisrecherche einzubeziehen. Dieser bietet insbesondere den Vorteil des persönlichen Ansprechpartners, der im Internet naturgemäß völlig entfällt und gerade bei Problemen vermisst wird.

Gerade kleinere Anbieter im Elektroniksegment verfügen häufig über eine gute Reparaturwerkstatt vor Ort, während große Märkte sich diesen Service gelegentlich sparen und die Produkte für mehrere Wochen zur Reparatur an den Hersteller schicken. Überlegen Sie, ob ein solcher Service nicht auch sein Geld wert ist.

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Markus Köhler