Verbraucherrecht

Wieso Sie über einen Bestattungsvorsorgevertrag nachdenken sollten

Wieso Sie über einen Bestattungsvorsorgevertrag nachdenken sollten
geschrieben von Burkhard Strack

Natürlich gibt es weitaus angenehmere Dinge, als mitten im Leben stehend über seinen Tod oder einen Bestattungsvorsorgevertrag nachzudenken. Stellt man sich jedoch die handfeste Frage, was zwischen Sterbetag und Bestattung alles zu erledigen und zu arrangieren ist, wird eines schnell klar: Es geht ein immenser logistischer und finanzieller Aufwand mit diesem Ereignis einher.

Ist bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts geregelt, sehen sich Ihre Angehörigen mit einem Berg von Fragen und Unsicherheiten konfrontiert. Die für sie wichtige Zeit der Trauerbewältigung wird empfindlich gestört.

Planungssicherheit und finanzielle Absicherung

Genau hier setzt der Bestattungsvorsorgevertrag an. Mit diesem Dokument planen Sie Ihre Bestattung in genau der Form, wie Sie sich das schon zu Lebzeiten wünschen. Mit dem Bestattungsunternehmen Ihrer Wahl legen Sie nicht nur die Art der Bestattung, sondern auch alle wichtigen Details im Umfeld fest. Von der Entscheidung über Sarg oder Urne, der Gestaltung des Grabes, über angemessenen Blumenschmuck bis hin zu passender Trauermusik: Der Ablauf wird verbindlich und genau festgelegt.

Finanziell wird der zu erwartende Aufwand entweder durch Einzahlung auf ein konkurssicheres, verzinstes Treuhandkonto des Bestatters oder durch den Abschluss einer speziell gewidmeten Sterbefallversicherung schon jetzt abgedeckt.

Vertrag ist Vertrag

Ihr Bestattungsvorsorgevertrag stellt eine verbindliche Verfügung dar, die nicht anfechtbar ist und auch nach dem Tod gültig ist. Der Bestatter Ihres Vertrauens ist in der Pflicht. In diesem Zusammenhang ist die sinnvolle Abgrenzung zu testamentarischen Verfügungen erwähnenswert, die in der Regel erst bei der Testamentseröffnung, also zu spät, bekannt werden.

Wer im Alter auf die Inanspruchnahme von Sozialleistungen angewiesen ist oder sein wird, braucht sich keine Sorgen zu machen. Die Bestattungsvorsorge ist grundsätzlich, solange sie sich in einem normalen Rahmen bewegt, vor einer Verwertung durch das Sozialamt geschützt.

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Eine allgemeingültige Antwort auf die Frage, wann der richtige Moment gekommen ist, einen Bestattungsvorsorgevertrag abzuschließen, wird es nicht geben. Das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Viele Bestatter berichten aus ihrer Erfahrung, dass es für die meisten Menschen mit einem Gefühl der Sicherheit und Erleichterung verbunden wäre. Alles ist so festgelegt, wie man es sich vorstellt.

Für die Angehörigen hat man vorausschauende Verantwortung bewiesen. Diese werden finanziell entlastet sein und erfahren detailgenau, wie Sie sich Ihre Beisetzung im Detail gewünscht haben.

Der erste Schritt

Der erste Schritt sollte der Weg ins Bestattungsinstitut Ihrer Wahl sein. Wenn Sie sich nicht sicher sind, holen Sie mehrere Angebote ein. Ein seriöser Bestatter wird Sie umfassend über die möglichen Formen der Bestattung informieren und alle Details mit Ihnen klären. Er wird die Finanzierungsmöglichkeiten Sterbegeldversicherung und Treuhandkonto mit Ihnen erörtern.

Schließlich wird das Besprochene rechtsverbindlich im Bestattungsvorsorgevertrag schriftlich niedergelegt. Ein von beiden Vertragspartnern unterschriebenes Exemplar nehmen Sie dann zu sich, am besten in den Versicherungsordner oder ins Familienstammbuch.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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