Wenn Sie einen Ehevertrag abschließen

Haben Sie nicht schon zur Hochzeit einen Ehevertrag geschlossen, können Sie das auch Jahre später noch nachholen. Bestehende Verträge müssen zudem nicht endgültig sein: Eheverträge können Sie jederzeit ändern. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie sich mit Ihrem Partner über die Vereinbarung einigen.

Vertrag muss vom Notar beurkundet werden
Der Ehevertrag muss vor einem Notar geschlossen werden. Andernfalls wäre er nichtig und würde so behandelt, als wäre er nie geschlossen worden. Für die notarische Beurkundung zahlen Sie Gebühren. Deren Höhe richtet sich nach dem Geschäftswert des Vertragsgegenstands. Beim Ehevertrag ist das Vermögen beider Eheleute ausschlaggebend, das beim Abschluss des Vertrags vorhanden war. Weitere Kosten fallen für den Anwalt an, der Sie berät und den Ehevertrag formuliert.
Beispiel: Bei einem gemeinsamen Vermögen von 10.000 Euro müssen Sie mit Gebühren von mindestens 1.000 Euro für die Beratung durch einen Rechtsanwalt und die Beurkundung durch einen Notar rechnen. Je nach Komplexität der Regelungen kann die Summe jedoch auch höher ausfallen.
Schiedsklausel vereinbaren
Vereinbaren Sie im Ehevertrag eine Schiedsklausel. In dieser Klausel vereinbaren Sie für den Fall eines Scheidungsstreits, dass über
  • den Zugewinnausgleich,
  • den nachehelichen Unterhalt und
  • die Auseinandersetzung des ehelichen Hausrats
ein Schiedsgutachter entscheidet. So beugen Sie einer gerichtlichen Auseinandersetzung vor, die viel Zeit und Geld kosten würde.

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Veröffentlicht am 25. Juni 2009
Autor
experto.de