Diese Bankgebühren sind laut dem BGH unzulässig

Wissen Sie, wie viele Bankgebühren Sie jeden Monat für Ihre Kontoführung zahlen? Allein für Grundgebühren von Geschäftskonten hat die Stiftung Wahrentest eine Spanne von 1,50 Euro 19,90 Euro pro Monat ermittelt. Sie könnten also alleine mit der Grundgebühr jährlich 220 Euro Bankgebühren sparen, wenn Sie Ihr Konto bei der richtigen Bank einrichten.

Unterschiedliche Bankgebühren
Beachten Sie aber: Mit den Grundgebühren sind nicht alle Kosten für Ihr Konto abgegolten. Zahlreiche Leistungen lassen sich die Banken noch zusätzlich bezahlen. Vergleichen Sie also auch immer, welche weiteren Gebühren anfallen.
 
Überlegen Sie, welche Leistungen Sie bei der Bank am häufigsten in Anspruch nehmen. Fragen Sie bei verschiedenen Banken, wie hoch die Gebühren für diese Leistungen jeweils sind. Damit berechnen Sie, wie viele Bankgebühren Sie bei welcher Bank zahlen müssen.

Keine Bankgebühren für diese Leistungen
Immer wieder versuchen Banken, Gebühren abzurechnen, die sie gar nicht abrechnen dürfen. Diese Bankgebühren hat der Bundesgerichtshof verboten:

  • für Bareinzahlungen und Barauszahlungen vom und auf das eigene Konto (BGH, 30.11.1993, Az: XI ZR 80/93)
  • für die Nichteinlösung von Lastschriften, Schecks, Daueraufträgen und Überweisungen (BGH 21.10.1997, Az: XI ZR 5/97 und XI ZR 296/96)
  • für Kontopfändungen (BGH 18.05.1999, Az: XI ZR 219/98)
  • für die Änderung und Verwaltung von Freistellungsaufträgen (BGH 15.07.1997, Az: XI ZR 269/96 und XI ZR 279/96)
  • für die Rückgabe von Lastschriften, weil auf dem Konto kein ausreichendes Guthaben ist (BGH, 09.04.2002, Az: XI ZR 245/01)
  • für die Löschungsbewilligung nach einer Grundschuldtilgung (BGH 07.05.1991, Az: XI ZR 244/90)

Bankgebühren reklamieren
Will Ihnen die Bank ungerechtfertigte Bankgebühren berechnen, können Sie dagegen vorgehen: Wenn Ihnen die Bank Gebühren berechnet, die Sie nicht kennen, lassen Sie sich im Preisaushang oder im ausführlichen Preisverzeichnis zeigen, wo die Gebühr festgeschrieben ist.
 
Kann der Bankberater Ihnen keinen entsprechenden Gebühreneintrag nennen, reklamieren Sie die Kosten. Reklamieren Sie auch solche Kosten, die das BGH verboten hat. 

Veröffentlicht am 6. September 2005