Verbraucherrecht

So nutzen Sie Portale für Fluggastrechte

Ist Ihr Flug verspätet oder ausgefallen, fordern Fluggasthelfer-Portale in Ihrem Namen eine finanzielle Entschädigung von der Airline. Allerdings kassieren die Portale bei Erfolg bis zu 30 Prozent der Entschädigung. Wie Sie diese Portale für Fluggastrechte nutzen, lesen Sie hier.

Wenn sich Ihr Flug verspätet, komplett ausfällt oder überbucht ist, ist das ärgerlich. Abhängig von der Airline erhalten Sie als Passagier jedoch eine Entschädigung von bis zu 600 Euro – so will es die europäische Fluggastrechte-Verordnung (Verordnung 261/2004/EG). Dafür müssen Sie sich aber mit der Fluggesellschaft auseinandersetzen. Ist Ihnen das zu zeitaufwendig, können Sie sich an sogenannte Fluggast-Portale (z. B. „Flightright“, „Fairplane“, „EUFlight“ und „flug-verspaetet.de“) wenden, die Ihre Rechte für Sie durchsetzen.

So arbeiten Fluggasthelfer-Portale

Nach starker Verspätung (ab drei Stunden) oder Ausfall Ihres Fluges, gehen Sie auf die Website des entsprechenden Portals. Geben Sie dort Ihre exakten Flugdaten ein und stellen Sie dem Unternehmen eine Vollmacht aus, die besagt, dass es Sie in Ihrem Namen vertritt. Dann scannen Sie Ihre Flugunterlagen ein und übermitteln diese per E-Mail oder Upload an das Portal. Anhand von Rechtsprechung, Informationen der Flughäfen und Wetterdaten werden Ihre Unterlagen nun geprüft. Wenn Ihr Fall erfolgversprechend ist, wird das Portal Ihnen anbieten, die Forderung durchzusetzen.

Beachten Sie aber folgendes: Bei Flugausfällen oder Verspätungen aufgrund außergewöhnlicher Umstände zahlen Airlines keine Entschädigung. Dazu zählen: Streiks, Unwetter, Vögel im Triebwerk, Sperrung des Flughafens und unvermeidbare Sicherheitsrisiken. Außerdem muss der entsprechende Flug in einem EU-Land gestartet oder gelandet sein.

Beim Einfordern der Ansprüche handeln die meisten Fluggastrechte-Portale wie Inkassodienste. Wenn die Fluggesellschaft nicht zahlt, zieht das Unternehmen einen Anwalt hinzu. Es kann wenige Wochen bis zu sechs Monaten dauern, bis der jeweilige Fall entschieden ist. Wird ein Gerichtsverfahren notwendig, kann es sogar ein bis zwei Jahre dauern.

Für die Arbeit des Dienstes müssen Sie erst zahlen, wenn Ihr Fall erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Die Airline überweist die Entschädigung an das Fluggastrechte-Portal, dieses zieht in der Regel 25 bis 30 Prozent (oder mehr) der Entschädigung als Erfolgsprovision ab und überweist den Rest auf Ihr Konto.

Tipp: Viele Fluggastrechte-Portale haben einen Rechner, mit dem Sie vorab kostenlos testen können, ob sich ein Auftrag lohnt und wie hoch Ihre voraussichtliche Entschädigung wäre.

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Cornelia Lohs