Mahnungen: Prüfen Sie stets, ob Mahnkosten berechtigt sind

Voraussetzung für Mahnkosten ist, dass Verzug vorliegt. Das ist etwa der Fall, wenn Sie trotz Mahnung nicht gezahlt haben. Eine Mahnung ist allerdings entbehrlich, wenn bereits die Rechnung ein konkretes Zahlungsdatum ausweist. Wird es überzogen, führt schon das zum Verzug. Ebenso ein Verweis in der Rechnung auf die 30-Tage-Frist. Dieser bedeutet, dass auch ohne Zahlungsdatum innerhalb dieser Frist gezahlt werden muss.

  • Nur wenn Verzug vorliegt, haben Sie den dadurch entstandenen Schaden zu ersetzen. Dabei gelten Grenzen . So dürfen für zweite Mahnschreiben nur die tatsächlich angefallenen Kosten in Rechnung gestellt werden . Das sind Porto und Papier. Ein alternativ möglicher Pauschalbetrag für Mahnkosten darf höchstens 2,50 € betragen. Mit Arbeits- oder Bearbeitungsgebühren darf der Schuldner aber keinesfalls belastet werden.
  • Ist ein Inkassobüro eingeschaltet worden, sind auch dessen Kosten nach oben hin begrenzt. Das heißt: Sie dürfen nicht höher sein als die Gebühr, die ein Rechtsanwalt zugrunde legen könnte. 
  • Als Verbraucher im Zahlungsverzug sind Sie durch § 309 Nr. 6 BGB vor Vertragsstrafen geschützt. Danach sind Vertragsstrafen in formularmäßigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) unwirksam. 
  • Bei nicht einlösbaren Lastschriften dar f Ihnen die dafür angefallene Bankgebühr weit erbelastet werden. Eine höhere pauschale Bearbeitungsgebühr brauchen Sie aber nicht zu zahlen.

Veröffentlicht am 9. Januar 2009
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