Verbraucherrecht

Das Berliner Testament hat auch Nachteile

Das Berliner Testament, bei dem sich Eheleute gegenseitig als Erben einsetzen, ist zwar beliebt, hat aber steuerliche Nachteile. Denn: Die erbberechtigten Kinder werden zunächst nicht berücksichtigt, wodurch sie ihre Freibeträge nicht geltend machen können.

Erst nach dem Tod des zweiten Elternteils erben nach dem Berliner Testament auch die Kinder. Dann können sie die Freibeträge nutzen. Wären sie beim ersten Erbfall nicht außen vor gewesen, hätten sie die Freibeträge zweimal ausnutzen können. Ein anderer Nachteil des Berliner Testaments hat nichts mit Steuern zu tun, sondern die Bindung.

Nach dem Tod eines der Eheleute sind Änderungen nicht mehr möglich. Unabhängig davon, wie sich die Umstände entwickeln, bleiben die Kinder gleichberechtigte Erben. Bevor Sie ein Berliner Testament aufsetzen, sollten Sie die Vor- und Nachteile in Ruhe bedenken. Es gibt auch Varianten, nach denen Veränderungen der Erbquoten auch nach dem Tod des ersten Gatten möglich bleiben.

Um die steuerlichen Nachteile des Berliner Testaments auszuschalten, empfiehlt es sich, einzelne Testamente aufzusetzen, und die Nachlassregelungen abzusprechen. Geht es um mehrere Erben oder ein größeres Vermögen, ist eine anwaltliche Beratung dringend zu empfehlen.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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