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Verlustabzug wird länger berücksichtigt

Verlustabzug wird länger berücksichtigt
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Ein bestehender Verlustabzug bei Erben sollte nicht mehr berücksichtigt werden, so lautete die Entscheidung des Bundesfinanzhofes im Dezember 2007. Dies widersprach der bis dahin gängigen Rechtsprechung und Verwaltungspraxis.

Damit ist die vorherige Rechtsprechung überholt, aus Vertrauensschutzgründen will der Bundesfinanzhof sie jedoch auf sämtliche Erbfälle anwenden, die vor dem Ablauf des Veröffentlichkeitstages der oben genannten Entscheidung eingetreten waren.

Damit wird die alte Regelung sozusagen um vier Monate ausgedehnt. Die Entscheidung des Bundesfinanzhofes zum Verlustabzug (Az. GrS 2/04) war zwar im Dezember gefallen, jedoch erst ein gutes Vierteljahr später veröffentlicht worden.

Der Stichtag ist der 12. März 2008, bei Erbfällen, die vor diesem Datum eingetreten sind, ist die frühere Regelung zum Verlustabzug weiterhin anwendbar. Das ergibt sich auch aus dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 24. Juli 2008 (Az. IV C 4 – S 2225/07/0006).

Sollte das Finanzamt den Verlustabzug nicht anerkennen wollen, weisen Sie auf dieses Schreiben hin. Damit sollte die Anerkennung geerbter Verluste ohne Probleme möglich sein.

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