Mit Vereinfachungsregeln Steuern sparen

Jeder möchte gerne Steuern sparen, doch was alles in einer Steuererklärung geltend zu machen ist und wo im Formular in welcher Höhe abzusetzen, das war für die meisten schon immer ein Buch mit sieben Siegeln. Wohl dem, der die Hilfe eines Steuerberaters in Anspruch nehmen konnte – und die Kosten für ihn in der Steuererklärung gleich geltend gemacht hat.

Nun können seit dem 1. Januar 2006 Steuerberatungskosten nicht mehr als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Doch es gibt 2 Vereinfachungsregeln, die Ihnen zumindest ermöglichen anteilig Steuern zu sparen:
  1. Wenn Sie zum Beispiel für Ihre Steuererklärung einen Ratgeber oder eine Software anschaffen, ist oftmals ein Teil der Steuerberatungskosten privat und der andere Teil beruflich bedingt. Hier dürfen Sie vereinfachen und 50 Prozent der Kosten als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend machen.
  2. Ausgaben bis 100 Euro für Steuerberatungskosten dürfen Sie vollständig den Betriebsausgaben zuordnen. Eine Begründung für die betriebliche Veranlassung ist nicht notwendig. Beispiel: Sie kaufen eine Steuersoftware für 50 Euro. Mit dem Programm bearbeiten Sie zwar auch die Teile Ihrer Steuererklärung, die Ihren Privatbereich betreffen (zum Beispiel Anlage Kind), dennoch dürfen Sie die Anschaffungskosten voll als Betriebsausgaben ansetzen.
Aber: Die Vereinfachungsregelung gilt je Steuererklärung und nicht für jeden Ehepartner einzeln (Oberfinanzdirektion Koblenz, 5.3.2008, Aktenzeichen: S 2350 A – St 32 3).
Veröffentlicht am 16. September 2009