Steuerfallen: Fallstricke bei der Jahresbescheinigung der Bank

Wenn Sie bei Ihrer Bank ein Sparkonto oder ein Depot führen, schickt Ihnen diese nach Ablauf des Jahres eine so genannte Jahresbescheinigung. Hierin aufgelistet sind alle Kapitalerträge und Wertpapierverkäufe des vergangenen Jahres, die Sie für Ihre Einkommenssteuererklärung benötigen. Übernehmen Sie die Daten aber nicht ungeprüft. Beachten Sie diese Besonderheiten, damit Sie keine steuerlichen Nachteile hinnehmen müssen (Bundesfinanzministerium, 06.09.2006, Aktenzeichen: IV C 1 – S 2252 a – 10/06):

  • Wenn bei Ihnen Zinsabschlagsteuer oder Kapitalertragsteuer einbehalten wurde, haben Sie nur dann eine Chance auf Anrechnung oder Erstattung, wenn Sie dem Finanzamt die Originalsteuerbescheinigung über den Einbehalt vorlegen. Die Jahresbescheinigung allein reicht nicht aus.
  • Steuerpflichtig sind nur Verkaufsgewinne und -verluste, wenn zwischen An- und Verkauf weniger als 12 Monate liegen. Das heißt, nicht alle in der Jahresbescheinigung aufgelisteten Veräußerungsgeschäfte sind automatisch steuerpflichtig. Deshalb sollten Sie jede einzelne Position prüfen, bevor Sie sie in Ihre Einkommenssteuererklärung übernehmen.

Veröffentlicht am 14. November 2006
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