Schenkungen: Beugen Sie Streitigkeiten vor

Gerade zu Weihnachten werden gern Wertpapiere oder Barvermögen innerhalb der Familie verschenkt. Auch wenn sich die Beschenkten jetzt dankbar zeigen, kann es später zu Auseinandersetzungen kommen. Beugen Sie bei größeren Schenkungen an Kinder oder Enkel möglichen Streitigkeiten vor.

Ein in der Praxis besonders häufiger Fall sind Erbauseinandersetzungen nach dem Tod eines Elternteils. Trotz vorheriger großzügiger Schenkung könnte ein Kind plötzlich Pflichtteilsansprüche geltend machen. Ist dagegen keine Vorsorge getroffen, muss der überlebende Elternteil den Pflichtteil auszahlen.

Verhindert werden kann das dadurch, dass eine Zuwendungsvereinbarung notariell beurkundet wird. In einem solchen Fall muss sich der Beschenkte die Zuwendung auf seinen Pflichtteil anrechnen lassen. Diese Vereinbarung muss aber vor der Schenkung getroffen werden, nachträglich geht das nicht mehr.

Veröffentlicht am 23. Dezember 2008