Steuern sparen

Wann lohnt sich ein Einspruch bei der Steuererklärung?

Gründe für einen Einspruch bei der Steuererklärung gibt es viele. Wir stellen Ihnen aktuelle Einspruchgründe vor. Zumal der Einspruch bei der Steuererklärung dieses Jahr vereinfacht wurde. So hat zum Beispiel die Oberfinanzdirektion Hannover angeordnet, Einsprüchen bei Bagatellfällen stattzugeben. Lesen Sie, ab wann sich der Einspruch bei der Steuererklärung für Sie lohnt.

Der Einspruch bei der Steuererklärung ist bis zu 1000 € einfach
Es komme "nicht darauf an, dass etwas im Einzelfall nachgewiesen wird". Der vom Steuerzahler vorgetragene Sachverhalt müsse nur "bei Anlegung eines nicht zu kleinlichen Maßstabes" hinreichend glaubhaft sein. Die Einspruchgrenze, bis zu der nur mit einer geringen Gegenwehr des Fiskus zu rechnen ist, beträgt 1000 €. (OFD Hannover, S 0625/12/St O321)
Gründe für einen Einspruch bei Ihrer Steuererklärung:
Nebenkosten bei Immobilienfonds
Ein Grund bei der Steuererklärung Einspruch zu erheben, sind Immobilienfonds. Nur wenige wissen, dass auch bei Immobilienfonds modellbedingte Nebenaufwendungen (Provisionen und Gebühren der Initiatoren) regelmäßig zu den Anschaffungskosten des bebauten Grundstücks gehören. Diese können Sie dann steuermindernd geltend machen. (BFH, IX R 82/91)

Handelsblatt absetzbar
Kapitalanleger können die Kosten des "Handelsblatts" bei ihren Einkünften aus Kapitalvermögen als Werbungskosten absetzen.
(Finanzgericht Niedersachsen, IX 606/97)
Tipp: Ihre Bezugsgebühren für den "Geldanlagen-Berater" können Sie stets auch voll von den Steuern absetzen.

Bonusaktien steuerpflichtig?
Führt die Zuteilung von Bonusaktien, die Kapitalanlegern im Zusammenhang mit dem Erwerb von Aktien aus Anlass des Börsengangs einer Publikums-AG für eine bestimmte Haltedauer aus den Beständen eines Großaktionärs zugesagt worden sind, zu steuerpflichtigen Kapitaleinkünften oder wirkt sie sich nur auf der Vermögensebene aus?
Sind Bonusaktien nicht steuerpflichtig, erhöht dies Ihren Gewinn bei einem Verkauf innerhalb der 12-monatigen Spekulationsfrist. (BFH, VIII R 70/02)

Wertpapiergeschäfte
Wertpapiergeschäfte geben oft Anlass, bei der Steuererklärung Einspruch zu erheben. Sie stellen selbst in größerem Umfang im Allgemeinen eine private Vermögensverwaltung dar. Eine gewerbliche Betätigung setzt jedenfalls voraus, dass Sie sich wie ein Händler verhalten. Als Händler zahlen Sie neben der Einkommens- auch Gewerbesteuer. (BFH, XI R 80/97)

Kosten mindern Spekulationsgewinn
Ein anderer Grund bei der Steuererklärung Einspruch zu erheben ist der Spekulationsgewinn: Wird ein Grundstück innerhalb der so genannten Spekulationsfrist von 10 Jahren verkauft, ist ein eventueller Gewinn voll zu versteuern.
Allerdings kann der Mehrerlös durch folgende Kosten steuerlich gemindert werden: Grunderwerbssteuer, Notar- und Maklerkosten, Architektenhonorare sowie Gebühren für Baugenehmigungen. (Finanzgerichthof Köln, 11 K 2685/93)

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.