Steuern sparen

Außergewöhnliche Belastung: Pflegekosten leichter abziehen

Wer pflegebedürftige Eltern hat, kann ein Lied davon singen: Die Kosten für die Pflege sind enorm. Und sie waren bisher nur als außergewöhnliche Belastung absetzbar, wenn die Pflegebedürftigen die Pflegestufen I bis III erreicht hatten. Doch jetzt gibt es ein neues Urteil.

In dem Fall ging es um eine Frau, die in ein Altenheim zog. Die AOK lehnte einen Antrag auf Kostenübernahme ab, weil nur Pflegestufe 0, nicht aber Pflegestufe I–III gegeben sei. Die Frau musste also selbst zahlen. Noch schlimmer: Das Finanzamt lehnte eine Anerkennung der Pflegekosten (rund 6.000 Euro pro Jahr) als außergewöhnliche Belastung ab, ebenfalls mit Hinweis auf die nicht erreichte Pflegestufe I.
Anders sah dies der Bundesfinanzhof: Die Zuordnung zu einer der Pflegestufen im Sinne der § 14, 15 SGB XI (Pflegestufen I bis III) ist nicht Voraussetzung für den Abzug von Pflegeaufwendungen als außergewöhnliche Belastung. Auch bei geringerer Pflegebedürftigkeit sind die Aufwendungen als Sonderausgaben abziehbar, wenn die Pflegebedürftigkeit nachgewiesen ist und Kosten angefallen sind (Bundesfinanzhof, Urteil vom 10.05.2007, Az. III R 39/05).

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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