So senken Sie Ihre Kosten für den sommerlichen Eisgenuss

Eisgenuss ist teuer

Gerade beim Eis in der Eisdiele merken Verbraucher, wie sehr der Euro an Wert verloren hat. Vielerorts zahlt man in Deutschland für eine Kugel Eis schon 1 Euro. Doch die Eisdielen wehren sich gegen den Vorwurf der Abzocke und verweisen auf ständig steigende Rohstoff- und Personalkosten. Lesen Sie hier, wie Sie der Inflation beim Eis essen entgehen können.

Bezüglich meiner eigenen Heimatstadt kann ich mich noch daran erinnern, was eine Kugel Eis in der Eisdiele gekostet hat, bevor der Euro eingeführt wurde. Eine Kugel kostete schon 1 DM, was ich als junger Mann damals bereits als sehr teuer empfand. Nach der Euroumstellung fand ich in Leipzig eine Eisdiele, bei welcher die Kugel Eis nur 35 Cent kostete.

Doch inzwischen kostet eine Kugel Eis, je nach Anbieter, 90 Cent oder gar schon 1 Euro. Verbraucher stöhnen und fragen sich, ob die Eishändler ihre Kunden abzocken. Doch diese verweisen einerseits auf die ständig steigenden Rohstoff- und Personalkosten, andererseits auf höhere Preise in anderen Ländern.

Beide Argumente dürften stimmen. Als ich vor Jahren als Tourist die französische Stadt Cannes besuchte, war ich überrascht, dass dort von einem Kiosk die Kugel Eis zu 3 Euro angeboten wurde. Zumindest unter den deutschen Touristen ging niemand auf dieses Angebot ein. Deutsche Verbraucher sind als besonders preissensibel bekannt. Doch wie können Sie trotz ständig steigender Preise auch in Zukunft preisgünstiges Eis im Sommer genießen?

Tipp 1: Kaufen Sie vermehrt abgepacktes Eis beim Discounter

Wer wirklich auf das Budget achten muss, sollte das teurere Eis in Eisdielen meiden und stattdessen bevorzugt Eis beim Discounter kaufen. Erst vor kurzem habe ich im Supermarkt 500 Gramm Vanilleeis mit knuspriger Schokolade für 79 Cent gekauft. Das Eis hat mir drei Tage gereicht und es hat köstlich geschmeckt.

Niemand wird dazu gezwungen, in der Eisdiele zu essen. Freilich hat man dann auch nicht das Ambiente, in der Fußgängerzone ein Eis genießen zu können. Aber ehrlich gesagt, ich persönlich kann auf das Ambiente gerne verzichten. Der Preis muss stimmen, basta!

Tipp 2: Stellen Sie doch Eiscreme einfach selber her

Wirklich preisgünstig können Sie Eis auch leicht selber herstellen. Ich habe mir auf dem Flohmarkt für 5 Euro eine noch unbenutzte Eismaschine gekauft. Ihr Vorteil: Sie können nun selbst bestimmen, welche Zutaten in Ihr Eis hineinkommen und Ihre eigenen Eis-Kreationen schaffen. Wenn Sie zum Beispiel gerne veganes Eis essen möchten, können Sie statt Kuhmilch Ihr Eis mit Sojamilch herstellen. Den zahnschädlichen und kalorienreichen konventionellen Zucker können Sie durch Süßstoffe ersetzen.

Wem die Anschaffung einer Eismaschine zu aufwändig ist, der kann auch ohne eine solche Maschine Eis herstellen. Im Handel gibt es Fertigmischungen, mit denen sich eine Creme anrühren lässt, die man dann im Eiswürfelfach im Kühlschrank gefrieren lässt. Mit dieser Variante kommt wirklich jeder Verbraucher zu preisgünstigem Eis.

Vor allem veganes Eis lässt sich ganz einfach zuhause herstellen. Hier das Rezept für veganes Bananeneis: Frieren Sie reife alte Bananen im Eiswürfelfach über Nacht ein, werfen Sie die gefrorenen Bananen am nächsten Tag in den Mixer, gießen Sie etwas Sojamilch dazu und pürieren Sie die Masse so lange, bis eine feine Eiscreme entstanden ist. Wer will, kann noch mit etwas Stevia oder Xylit nachsüßen. Dieses vegane Eis ist kalorienarm, preisgünstig, köstlich und zahnfreundlich – ganz ohne Cholesterin.

Tipp 3: Nutzen Sie Rabatte und vergleichen Sie Preise

Wie bei allen Lebensmitteln können Sie auch bei Eiscreme bevorzugt auf Aktionsangebote zurückgreifen. Manche Discounter reduzieren auch Eiscreme gelegentlich – manchmal gleich um 20 Prozent. Bei solchen Sonderangeboten sollten Sie sich bevorraten und das Eis in der Tiefkühltruhe lagern.

Wer auf den Eisgenuss in einer Eisdiele wegen des Ambientes nicht verzichten will, sollte wenigstens die Preise vergleichen. Natürlich sind diejenigen Eisdielen besonders teuer, die sich an besonders stark frequentierten Plätzen in einer Fußgängerzone befinden. Oft lohnt es sich, einige hundert Meter weiter in die Seitengassen zu laufen – dort bieten Konkurrenten Eis gleicher Qualität meist günstiger an.

Tipp 4: Reduzieren Sie Ihren Eiskonsum

Eiscreme ist normalerweise kein besonders gesundes Lebensmittel, auch wenn das die Eisdielen nicht gerne hören. Milchspeiseeis enthält üblicherweise eine Menge Zucker, tierisches Fett und Cholesterin – eine ganz besonders schlechte Mischung für die Gesundheit. Eine Ausnahme hiervon gilt vor allem für veganes Eis, doch auch das enthält oft viel Zucker und somit viel Kalorien.

Wer sich in den Fußgängerzonen umsieht, dem fällt auf, dass vor allem viele Übergewichtige gerne Eis essen. Von nichts kommt eben nichts. Wenn Sie etwas für Ihre Fitness und Ihre schlanke Figur tun wollen, kann es sich lohnen, öfters auf Eis zu verzichten – Ihr Geldbeutel profitiert davon ganz nebenbei.

Stand: 18.07.2013

Veröffentlicht am 29. Juli 2013