Aktionsware – An diesen 3 Punkten erkennen Sie schlechte Qualität

Aktionsware – An diesen 3 Punkten erkennen Sie schlechte Qualität

Jeder von uns kennt das: Wir betreten den Discounter und wollen eigentlich nur kurz ein paar Lebensmittel kaufen. Dann stehen wir aber plötzlich vor dem geheimnisvollen Mittelgang, in dem sich lauter Aktionsware befindet. Aus „nur mal kurz gucken“ wird dann schnell eine intensive Durchforstung der Wühltische. Doch wie gut sind die Sonderangebote eigentlich verarbeitet?

Besonders beliebte Aktionswaren sind Pfannen, Textilien oder Kleinelektro-Geräte. Bei diesen Produktgruppen helfen ein paar Kniffe dabei, gute von schlechter Ware zu unterscheiden. In diesem Artikel lesen Sie, wie Sie anhand von 3 Aspekten erkennen, ob das Produkt etwas taugt.

1. Diesen Siegeln können Sie vertrauen

Achten Sie beim Kauf von Aktionsware unbedingt auf Prüfsiegel. Bei Textilien wie Kleidung, Handtüchern oder Bettwäsche hilft das Siegel Textiles Vertrauen weiter. Ist dieses Siegel auf die Verpackung aufgedruckt, können Sie sicher sein, dass das fertige Produkt den Oeko-Tex-Standard 100 für schadstoffgeprüfte Textilien aufweist. Greenpeace empfiehlt darüber hinaus die Siegel IVN Best vom Verband für Naturtextilwirtschaft und den Global Organic Textile Standard. Ist die Aktionsware mit diesen Siegeln ausgezeichnet, wurde nicht nur überprüft, ob das fertige Produkt schadstofffrei ist, sondern auch, ob bei der Produktion auf gefährliche Chemikalien verzichtet wurde.

Bei Elektrogeräten verrät Ihnen das GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit), ob das Sonderangebot den Anforderungen des § 21 des Produktsicherheitsgesetzes entspricht. Das gängige CE-Zeichen hingegen sagt in der Regel nicht viel über die Produktionsbedingungen des Produktes aus. Warum? Ganz einfach: Der Hersteller darf das Siegel selbst aufkleben ohne sich einer Prüfung durch Externe unterziehen zu müssen. Sie können also nicht sicher sein, ob das Produkt den Bedingungen des Siegels wirklich standhält.

2. Geruchstest – Vertrauen Sie Ihrer Nase

Bei Aktionsware-Textilien hilft Ihnen ein Prüfinstrument sogar kostenlos: Ihre Nase. Riecht ein T-Shirt oder ein Bademantel schon chemisch, sollten Sie unbedingt die Finger davon lassen. Zu hoch ist das Risiko, sich durch eventuell gesundheitsschädliche Zusatzstoffe eine Hautreizung zuzuziehen. Zudem kann es sein, dass der Chemie-Geruch auch mit mehrmaligem Waschen nicht aus dem Stoff zu entfernen ist oder sich dieser auf Ihre übrigen Textilien überträgt.

Der beißende Geruch ist auch ein deutliches Zeichen dafür, dass die Arbeiter, die für dieses Produkt angestellt waren, sich einem enormen Gesundheitsrisiko aussetzen mussten. Derartige Textilien stammen üblicherweise aus Fernost, wo die Arbeitsbedingungen miserabel sind. Übrigens: Auch wenn auf dem Produkt "Made in Switzerland" draufsteht, heißt das noch lange nicht, dass das Produkt auch vollständig dort hergestellt wurde. Häufig stammen die Produktteile aus Asien und wurden dann lediglich als letzten Arbeitsschritt in einem als vertrauenswürdiger erscheinenden Land miteinander verbunden.

3. Verarbeitung – Wie belastbar ist der Artikel?

Achten Sie bei Aktionsware unbedingt auf unsaubere Nähte oder abstehende Fäden. Daran erkennen Sie direkt, ob das Produkt lediglich in ein paar Sekunden zusammengeschustert wurde oder ob man sich bei der Produktion intensiver damit beschäftigt hat. Wirkt der Stoff lediglich lieblos vernäht, können Sie davon ausgehen, dass das Kleidungsstück höchstens ein paar Mal getragen werden kann, bis eine Naht reißt. Oft verziehen sich billige Stoffe auch nach ein paar Waschgängen, sodass die Seitennaht einer Jeans zum Beispiel auf einmal auf dem Schienbein zu sehen ist.

Sehr gerne als Aktionsware gekauft werden Pfannen. Tests zufolge besitzen diese tatsächlich eine relativ gute Qualität. Achten Sie aber trotzdem unbedingt darauf, dass der Griff fest sitzt und die Pfanne nicht zu leicht ist. Zudem sollte die Pfanne gut in der Hand liegen und einen dicken Boden aufweisen. Stimmen diese Faktoren, können Sie bei dem Schnäppchen guten Gewissens zuschlagen.

Veröffentlicht am 25. Juli 2016