Achtung: Fallen beim Wechsel des Stromanbieters meiden

Fallen und Tricks beim Wechsel des Stromanbieters

Satte 13 % wird der deutsche Durchschnittshaushalt in diesem Jahr mehr für seinen Strom bezahlen müssen, denn fast alle Anbieter haben ihre Preise deutlich erhöht. Ob sich für Sie der Wechsel lohnt und welche Fallen in Stromverträgen lauern, erfahren Sie im Folgenden.

Vertragslaufzeit

Wenn Sie zu einem neuen Anbieter wechseln möchten, sollten Sie stets auf das Kleingedruckte achten. Besonderes Augenmerk sollten Sie auf die Vertragslaufzeit legen, denn immer mehr Anbieter versuchen, Ihre Kunden mit Hilfe von Mindestvertragslaufzeiten an sich zu binden. Solch eine Mindestvertragslaufzeit kann bis zu 24 Monate umfassen und verlängert sich automatisch, wenn Sie Ihren Vertrag nicht fristgerecht kündigen.

Wechsel des Stromanbieters: Kündigungsfrist

Wie bei der Vertragslaufzeit gilt auch für die Kündigungsfrist: Je kürzer, desto besser. Idealerweise beträgt die Kündigungsfrist nicht länger als einen Monat zum Monatsende. Unabhängig von Ihrer vertraglichen Kündigungsfrist steht Ihnen im Falle einer Strompreiserhöhung ein gesetzlich geregeltes Sonderkündigungsrecht zu. Da die genaue Frist nicht gesetzlich festgelegt ist, wird diese durch den Stromanbieter bestimmt und kann im Einzelfall 2 bis 4 Wochen betragen.

Preisgarantie

Viele Anbieter werben mit einer Preisgarantie oder einer Preisfixierung. Eine Preisbindung klingt, in Anbetracht steigender Strompreise, auf den ersten Blick sehr verlockend. Ihren zweiten Blick sollten Sie der Bindungswirkung dieses Angebotes widmen und prüfen, ob der Fixpreis tatsächlich günstiger ist als vergleichbare Angebote mit kürzeren Vertragslaufzeiten.

Beachten sollten Sie, dass wenn die Strompreise sinken, ein Fixpreis nur sehr selten nach unten angepasst wird. Auch bei einer Preiserhöhung kann Ihr fixer Strompreis steigen, denn viele Anbieter nehmen die Erhöhung von Steuern und Abgaben ausdrücklich von der Preisgarantie aus. Da der Anteil von Steuern und Abgaben am Strompreis fast 50 % beträgt, müssen Sie unter Umständen trotz Preisfixierung mit einer Strompreiserhöhung rechnen.

Bonuszahlungen

Zahlreiche Anbieter ködern Wechselwillige mit einem Bonus. Hier sollten Sie das Kleingedruckte beachten, denn oft wirkt sich der versprochene Bonus erst nach einem bestimmten Zeitraum positiv auf Ihre Zahlungsverpflichtungen aus. Oft ist der Bonus auch mit einer Mindestvertragslaufzeit verknüpft, so dass eine frühe Vertragskündigung zum Verlust des Bonus führt.

Wahrheit, Klarheit und Nachhaltigkeit sollte der Leitgedanke der Stromanbieter sein. Da dies leider nicht immer der Fall ist, sollten Sie die Vertragsbedingungen eingehend prüfen, bevor Sie einen Wechsel in Erwägung ziehen, denn oft zeigt sich erst auf den zweiten Blick, ob der Stromanbieter das halten kann, was er in der Werbung verspricht. 

Weitere Infos und Vergleichsrechner finden Sie hier.

Veröffentlicht am 21. Januar 2013