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Objektiv-Bezeichnungen richtig lesen

Die meisten Fotografen arbeiten mit Wechselobjektiven. Die vielen verschiedenen Objektive von unterschiedlichen Herstellern haben alle ähnliche Bezeichnungen. Die Beschriftung der Optik verrät einiges über die Eigenschaften des Objektivs.

Objektive bekommen von ihren Herstellern meist Bezeichnungen, die zwar für den Laien schlecht zu merken, für den Profi jedoch sehr aufschlussreich sind. Die Beschriftungen verraten einiges über die Technik, die in einem Objektiv steckt. Lesen Sie die Angaben sorgfältig, bevor Sie sich für ein Objektiv entscheiden.

Die wichtigsten: Brennweite und Blendenöffnung

Die wichtigsten Angaben zu einem Objektiv finden Sie nicht nur in der Bezeichnung des Herstellers, sondern auch direkt auf dem Objektiv aufgedruckt. Die Brennweite ist leicht zu erkennen, sie wird in Millimetern angegeben, bei Zoom-Objektiven wird ein ganzer Bereich abgedeckt. Die meisten Hersteller von Objektiven geben die Brennweite in Bezug auf Kleinbild-Format an. Um einen Eindruck von der Brennweite zu bekommen müssen Sie dann noch den Crop-Faktor Ihrer Kamera berücksichtigen.

Neben der Brennweite findet man meist eine Angabe, die mit "1/", "1:" oder "f/" beginnt und eine Blendenzahl enthält. Diese Werte geben die maximal einstellbare Blendenöffnung an, also die Lichtstärke des Objektivs. Je lichtstärker eine Optik ist, desto mehr Spielraum haben Sie beim Gestalten Ihrer Aufnahme. Allerdings sind Objektive mit hoher Lichtstärke teurer herzustellen.

Bei Zoom-Objektiven kann auch hier ein Bereich angegeben sein. Dann ändert sich die maximale Blendenöffnung in Abhängigkeit der Brennweite. Viele Zoom-Objektive haben im Weitwinkel-Bereich eine höhere Lichtstärke als im Tele-Bereich. Es gibt allerdings auch Optiken mit durchgängiger Lichtstärke.

Abkürzungen in Objektiv-Namen

Die meisten Hersteller haben sich ein eigenes System von Abkürzungen angelegt, mit dem Sie Ihre Produkte bezeichnen. Haben Sie einmal verstanden, welche Abkürzung wofür steht, können Sie die Bezeichnungen in Zukunft ganz leicht lesen. Die meisten Objektive verfügen heute über einen Autofokus. Diese Eigenschaft wird oft mit AF oder EF bezeichnet.

Viele Hersteller statten Objektive mit einem Bildstabilisator aus, der Verwacklungen ausgleichen soll. Jeder Hersteller hat hier eigene Abkürzungen. Canon bezeichnet seinen Image Stabilizer mit "IS", Nikon schreibt "VR" (Vibration Reduction) auf seine Produkte. Auch der Bildstabilisator treibt den Preis eines Objektivs in die Höhe. Grade bei langen Brennweiten ist er aber durchaus sinnvoll, da Bilder sonst oft verwackeln.

Die Motoren in Objektiven müssen möglichst schnell fokussieren und sollen dabei leise sein. Deshalb wird in modernen Objektiven ein Ultraschallmotor verbaut. Auch hier hat jeder Hersteller sein eigenes Kürzel, zum Beispiel USM (Canono) oder AF-S (Nikon).

Nicht immer im Produktnamen, aber meistens auf dem Objektiv selbst findet man noch eine wichtige Angabe: Die Naheinstellgrenze. Sie gibt die minimale Entfernung von Motiv zu Objektiv an, bei der Sie noch scharf stellen können. Wie die Lichtstärke wirkt sich auch die Naheinstellgrenze auf Ihre gestalterischen Möglichkeiten aus. Je näher Sie an ein Objekt heran können, desto mehr Freiraum haben Sie beim Fotografieren.

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.