Aufnahme

So vermeiden Sie Bildrauschen

So vermeiden Sie Bildrauschen
geschrieben von Burkhard Strack

Obwohl die Bilder auf dem Display der Kamera noch super aussehen, wird beim Zoom auf 100% am Bildschirm lästiges Bildrauschen sichtbar. Einfarbige Flächen sind von bunten Pixeln durchsetzt. Vermeiden Sie Bildrauschen bereits bei der Aufnahme.

Jeder Fotograf hat schon Erfahrung mit Bildrauschen gemacht. Es tritt vor allem bei Kompaktkameras und schlechten Lichtverhältnissen auf. Man kann das Rauschen zwar in der digitalen Nachbearbeitung mindern, besser ist es aber, es von vornherein zu meiden.

Wodurch entsteht Bildrauschen?

Rauschen sind Pixel, die von der eigentlichen Helligkeit oder Farbe des Motivs abweichen. Besonders auf einfarbigen Flächen und in Schatten kann man diesen "Schnee" sehen. Je weniger Licht in einer Situation zur Verfügung steht, desto mehr muss die Kamera das auf dem Sensor eintreffende Signal verstärken. Diese Berechnung ist nie hundertprozentig korrekt, es kommt zum Bildrauschen.

Auch dass jedes Pixel im fertigen Foto einen Wert für jede Farbe enthält, ist eine Leistung des Computers, der in der Digitalkamera steckt. In den meisten Digitalkameras werden Farben interpoliert. Das heißt, dass ein Teil der Farbwerte auf Basis der umliegenden Pixel berechnet wird. In manchen Situationen versagen die Algorithmen zum Berechnen der Farbe und es kommt zu fehlerhaften Pixeln, die im fertigen Bild als Farbrauschen zu erkennen sind.

Das Rauschverhalten einer Kamera hängt also im Wesentlichen von ihrem
Sensor ab. Je größer die lichtempfindlichen "Augen" auf dem Sensor sind,
desto geringer das Bildrauschen. Bei Kompaktkameras sind die vielen
Megapixel auf eine kleine Fläche gepackt, die einzelnen Augen sind also
sehr klein. Daher rauschen diese Kameras mehr.

Bildrauschen vermeiden bei der Aufnahme

Steht Ihnen wenig Licht für eine Aufnahme zur Verfügung oder haben Sie extrem dunkle Bildteile in Ihrem Motiv, kann es ebenfalls zu Bildrauschen führen. Bei spärlichem Licht erhöhen Kameras automatisch die Lichtempfindlichkeit des Sensors, also den ISO-Wert. Je höher der ISO-Wert, desto eher wird Ihre Aufnahme rauschen. Gewöhnen Sie sich an, die Lichtempfindlichkeit selbst einzustellen und nur hochzusetzen, wenn es sich nicht vermeiden lässt. So gehen Sie Bildrauschen aus dem Weg.

Auf dunklen Bildern fällt Rauschen besonders auf. Nehmen Sie ein Motiv zu dunkel auf und hellen es in der Nachbearbeitung auf, verstärkt sich das Bildrauschen. Belichten Sie Ihre Motive tendenziell zu hell. Besonders wenn Sie mit einer einzelnen Belichtung nicht den gesamten Dynamikumfang des Motivs abdecken können, sollten Sie eine helle Aufnahme machen. Beim nachträglichen Abdunkeln wird das Bildrauschen eher geringer.

Auch um Bildrauschen zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass Ihre Kamera nicht zu warm wird. Wenn die Bauteile sich erhitzen, verstärkt sich auch das Rauschen. Besonders im Sommer sollten Sie sich und Ihre Kamera aber ohnehin vor zu viel Sonne schützen.

Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied), Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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