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Mit der Kamera durch jecke Tage

Mit der Kamera durch jecke Tage
geschrieben von Burkhard Strack

Was für die Rheinländer ein echtes Muss ist, wird von vielen Norddeutschen nur mit verständnislosem Kopfschütteln bedacht: Der Karneval. Bereits im frühen Mittelalter war er aus den Karnevalshochburgen Düsseldorf und Köln kaum wegzudenken und selbst die Kirche schaffte es nicht, dem lustigen Treiben in den Straßen Einhalt zu gebieten.

Auch wenn Sie selbst kein Liebhaber des Brauchs sein sollten, als Fotograf kommen Sie hier dennoch voll auf Ihre Kosten. Wir haben für Sie einige Tipps vorbereitet, die Ihnen helfen werden, die vielfältigen Fotomotive gekonnt in Szene zu setzen. 

Fangen Sie das bunte Treiben ein

Festumzüge wie der Rosenmontagszüge in Köln, Mainz oder Düsseldorf bieten großartige Fotomotive. Hier hat man fast unbegrenzte Motivwahl und kann das bunte Treiben mit der Kamera hervorragend einfangen. Doch auch an Karneval gilt die alte Weisheit: Der frühe Vogel fängt den Wurm, denn Ihre Platzwahl ist entscheidend für die Qualität Ihrer Aufnahmen. Daher sollten Sie lieber etwas früher aufbrechen und sich einen guten Platz aussuchen, von dem aus Sie den Umzug und die Besucher perfekt im Auge haben.

Wenn möglich, achten Sie bei Ihrer Platzwahl auch darauf, dass Sie sich einen Platz aussuchen, an dem möglichst wenige Schatten von Häusern oder Bäumen auf den Karnevalswagen fallen und sich die Sonne in Ihrem Rücken befindet. Auf diese Weise  vermeiden Sie harte Übergänge zwischen den hellen und dunklen Bereichen auf Ihren Fotos. Falls Sie die Möglichkeit haben, versuchen Sie, eine etwas erhöhte Position zu finden, vom der aus Sie Ihre Aufnahmen machen können. So lassen sich auch die Narren auf ihrem Umzugswagen besonders vorteilhaft fotografieren.

Der richtige Foto-Mix

Wie bei fast allem im Leben kommt es auf die richtige Mischung an. Versuchen Sie – auch im Hinblick auf das spätere Fotoalbum – Detailaufnahmen mit Übersichtsaufnahmen zu kombinieren. Für die Detailaufnahmen sollten Sie an ein Teleobjektiv denken, mit dem Sie besonders nah an Accessoires, Masken und auffällige Frisuren heranzoomen können.

Die Dynamik festhalten

Gerade die fünfte Jahreszeit lebt davon, dass sich die Jecken auf der Straße aktiv am bunten Treiben beteiligen. Es wird getanzt, gelacht und gesungen, fremde Menschen halten sich im Arm, werfen Kamellen oder heben sie auf. Wer die Dynamik des Karnevals auch auf seinen Bildern bannen möchte, verzichtet am besten ganz auf den Blitz. Nur, wenn die Lichtverhältnisse suboptimal sind, ist der Einsatz eines Blitzes nicht zu vermeiden, denn auf den Fotos kann sonst eine leichte Unschärfe entstehen.

Natürlich kann man sich nicht nur während, sondern auch vor der eigentlichen Party schon eine Menge schöne Motive vor die Linse holen. Ihre Freunde, Verwandte oder Bekannte lieben Karneval und aufwendige Verkleidungen? Prima! Warum fragen Sie nicht einfach, ob Sie sie bei den Vorbereitungen zum Kostümfest begleiten dürfen. Eine Fotoserie vom Auftragen der ersten Schminke bis zum fertigen Kostüm macht steigert die Attraktivität eines jeden Fotobuchs, da sie lebendig wirkt und die Vorfreude besonders lebensnah dokumentiert.

Auch Kostümsitzungen mit Live-Acts wie beispielsweise Gardetänzern sind hervorragende Fotomotive, die den Funken der karnevalistischen Stimmung auf den Betrachter überspringen lassen.

Schützen Sie Ihr Equipment

Scherben bringen zwar angeblich Glück, doch gerade wenn es um Ihr Equipment geht, sollten Sie die die typischen Risiken im Vorfeld bedenken. Geben Sie Bierspritzern und Anremplern keine Chance. Befestigen Sie Ihre Kamera auf jeden Fall mit einem Gurt um den Hals und behalten Sie Ihr Equipment stets im Auge.

Wenn Sie einmal eine Fotografier-Pause einlegen möchten, sorgen Sie dafür, dass Ihre Kamera sicher in der Tasche verstaut ist und denken Sie an Reinigungstücher, falls doch einmal ein Spritzer auf Ihrer Linse landen sollte. Papiertücher sind keine gute Alternative, da Sie mit Papiertüchern immer Gefahr laufen, dass durch winzige Holzpartikel die Optik Schaden nimmt.

Rechtliche Aspekte der Personenfotografie

Wer fremde Personen fotografiert und die Bilder im Anschluss veröffentlichen möchte, sollte den rechtlichen Aspekt im Auge behalten.

Jeder, der Fotos von fremden Personen veröffentlicht, benötigt dazu die Genehmigung der fotografierten Person.

Mit der Kamera durch jecke Tage

Handelt es um ein  Gruppenfoto, dann ist es sogar erforderlich,  sich von jeder beteiligten Person eine eigene Einwilligung einzuholen. Bereiten Sie mehrere Ausdrucke vor und lassen Sie sich schriftlich geben, dass die betreffenden Personen mit einer Veröffentlichung einverstanden sind. Sollte die fotografierte Person auf dem Foto  aufgrund ihres Kostüms nicht zu erkennen sein, so hängt es von der Individualität der Verkleidung ab, ob eine Einwilligung eingeholt werden muss oder nicht.

Bei Karnevalsumzügen, bei denen mehrere Personen sich im öffentlichen Raum versammeln, muss keine Einwilligung erfolgen, denn hier kommt § 23 Abs. 1 Nr. 3 KunstUrhG zum Tragen, der besagt, dass Bilder von Versammlungen und Aufzügen, an denen die abgebildeten Personen teilgenommen haben, auch ohne Einwilligung veröffentlicht werden dürfen.

Dies gilt nicht, wenn die Faschingsfeier in einer Kneipe oder einem anderen Lokal stattfindet. Dort gelten andere Bestimmungen, die teilweise recht kompliziert sind. Gehen Sie lieber auf Nummer sicher und bitten Sie alle Personen, die auf Ihren Fotos zu sehen sind, um eine Einwilligung zur Veröffentlichung.

Tipp: Wenn Sie Ihre schönsten Karnevalsfotos nicht nur digital betrachten möchten, dann empfehlen wir Ihnen Fotoabzüge zu bestellen. Verschiedene Anbieter bieten Ihnen dabei nicht nur ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis sondern auch eine perfekte Farbbrillanz.

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Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.

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