Blumenfotografie leicht gemacht: Tipps für die Makrofotografie

Makroaufnahmen von Blumen eignen sich besonders für Anfänger

Die Makrofotografie gehört zu einem der faszinierendsten Bereiche in der Fotografie. Mit ein wenig Geschick und Geduld können Sie mit ihr detailreiche Fotoaufnahmen machen, die jeden Betrachter begeistern werden, denn Makrofotografien machen Dinge sichtbar, die mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen sind.

Für Einsteiger eignen sich besonders Blumen und Pflanzen als  Übungsmotive. Im Gegensatz zu Insekten kann der Fotograf sich Zeit mit den Einstellungen und der Adjustierung lassen, da Blumen dem Shooting nicht einfach entfliehen können. In unserem Foto-Tipp Makrofotografie verraten wir einige Tricks, damit Ihnen Ihre Aufnahmen noch besser gelingen.

Den Bildausschnitt bestimmen

Zunächst einmal sollten Sie sich überlegen, welcher Teil der Pflanze Sie besonders interessiert. Besonders schön sind natürlich Makroaufnahmen von Blütenblättern. Für die Makrofotografie gibt es spezielle Makroobjektive, die das Fotografieren erleichtern. Sollten Sie kein Makroobjektiv besitzen, versuchen Sie so nah wie möglich an Ihr Motiv heranzuzoomen.

Die richtige Perspektive auswählen

Spielen Sie mit den Perspektiven. Die am häufigsten von Fotografen gewählte Position ist die Aufnahme von oben (Vogelperspektive). Das kann auf die Dauer recht eintönig wirken. Spielen Sie einfach ein wenig mit den sich bietenden Blickwinkeln. Um die Fotos interessanter und abwechslungsreicher zu gestalten, eignen sich zum Beispiel seitlich gewählte Perspektiven.  Auch Aufnahmen von unten (Froschperspektive) können spannende Details des Fotoobjektes enthüllen.

Bei der Makrofotografie muss im Gegensatz zur Landschafts-oder Personenfotografie nicht darauf geachtet werden, die Kamera am Horizont auszurichten um perspektivisch gute Bilder zu erhalten. Ein echter Vorteil, denn je nach Neigungswinkel der Pflanze können Sie Ihre Kamera im gleichen Winkel ausrichten, ohne dass die Bildqualität beeinträchtigt wird.

Den Tonwert korrigieren

Um gesamte Farbspektrum möglichst umfassend auszunutzen, sollten Sie im Anschluss eine Tonwertkorrektur mit einer Bildbearbeitungssoftware vornehmen. Wer aus Kostengründen nicht auf die Standardsoftware Photoshop zurückgreifen möchte, findet im kostenlosen Programm Gimp eine gute Alternative, die prima Ergebnisse liefert. Am besten sollte der Grad der Korrektur händisch eingestellt werden, da Sie so Ihre persönliche Präferenz in das Foto miteinfließen lassen können.   

Unschärfe akzentuiert einsetzen

Oft ist es nicht möglich, einen durchgehenden Schärfeverlauf im Foto zu erzielen. Warum also nutzen Sie diesen Effekt nicht und setzen ihn gezielt in Ihrem Bild ein? Die Schärfentiefe bei Makroaufnahmen beträgt im Gegensatz zur Mikrofotografie nur wenige Millimeter. Das bietet einige Vorteile und kann spannende Bildeffekte schaffen. Verwenden Sie dazu die Zeitautomatik und die kleinste Blende parallel während Sie die Blume fokussieren.  Dabei "verwischt" der Hintergrund, wird also unscharf. Die Blüte wird allerdings ihre Schärfe beibehalten und sticht aus dem Bild heraus.

Mit diffusem Licht spielen

Nicht nur in der freien Natur, auch zu Hause findet man in Pflanzen tolle Fotomotive für die Makrofotografie. Wenn Sie die Aufnahme vorbereiten, achten Sie bitte darauf, die Pflanze so im Fenster zu positionieren, dass kein direktes Sonnenlicht einfällt. Seitlicher Lichteinfall bewirkt nämlich, dass die Pflanzenaufnahme mehr Tiefe erhält und nicht so flach und strukturlos erscheint. Beim Fotografieren sollte sich die  Kamera dabei auf Augenhöhe mit der Pflanze befinden, da die Aufnahme so harmonischer wirkt. Am besten benutzen Sie ein Stativ, damit das Bild nicht verwackelt.

Marko-Regenfotografie

Auch wenn Regen meist nicht zu den beliebtesten Wetterlagen gehört, in der Makrofotografie erzielt man tolle Effekte, indem man die Regentropfen auf den Pflanzen als Fotomotiv für sich nutzt. Dabei wählen Sie am besten den Zeitpunkt kurz nachdem es aufgehört hat zu regnen. Er ist ideal für die Pflanzenfotografie, da die Regentropfen auf den Blättern und Blüten ein tolles Makro-Fotomotiv abgeben. Unschärfe in den Aufnahmen vermeiden Sie durch die Nutzung eines Stativs.

Falls Sie keine Lust haben sollten, den nächsten Regenguss abzuwarten, spielen Sie einfach selbst ein wenig Wettergott. Mit einer Sprühflasche bewaffnet können Sie Ihre eigenen Regentropfen erzeugen, indem Sie die Pflanze leicht mit Wasser besprühen. 

Makroaufnahmen bei Wind

Plötzlich aufkommender Wind hat schon so manche Aufnahme verdorben. Hier kann eine geringere Verschlusszeit Abhilfe schaffen. Eine Belichtungsdauer von mindestens 1/250 lässt den Wind "einfrieren" und Ihr Foto gelingen. Wer allerdings die Windbewegungen für sich und sein Motiv nutzen möchte, sollte eine längere Verschlusszeit wählen, die die Bewegung der Blume im Wind einfängt und dem Bild eine gewisse Dynamik verleiht.

Tipp: Die besten Makrofotos eignen sich nicht nur für Ihr Fotoalbum perfekt. Auch an den heimischen vier Wänden kommt eine faszinierende Makroaufnahme optimal zur Geltung. Lassen Sie dazu einfach Ihre Aufnahme als Poster auf echtem Fotopapier drucken. Das wird selbst Ihre Besucher ins Staunen versetzen.

Veröffentlicht am 18. Dezember 2014
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