Keine Angst vor Schwangerschaftsstreifen

Die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft ist eine große Belastung für die Haut. Eine Überdehnung kann zu den ungeliebten Schwangerschaftsstreifen führen. Nicht immer lassen sich die unerwünschten Schwangerschaftsstreifen vermeiden, aber mit unseren gesunden Tipps pflegen Sie Ihre Haut.

Wie entstehen Schwangerschaftsstreifen
Das Bindegewebe der Haut besteht aus einem Netzwerk elastischer Fasern. Wird das Bindegewebe überdehnt, werden die Fasern irreparabel geschädigt und es entstehen Risse im Untergewebe. Die Haut wird an diesen Stellen dünner und es scheinen die blauroten Blutgefäße durch. Durch die Gewichtszunahme am Bauch und dem Wachsen der Brüste sind diese Regionen besonders gefährdet. Dehnungsstreifen treten aber nicht nur bei schwangeren Frauen auf, sondern auch bei Menschen deren Gewicht sich drastisch verändert, zum Beispiel bei Jugendlichen in der Pubertät.

Wer ist anfällig für Schwangerschaftsstreifen
Grob geschätzt bekommt jede dritte Schwangere Dehnungsstreifen. Ein Grund ist eine übermäßigte Gewichtszunahme von mehr als 15 Kilogramm. Ein weiteres Problem ist ein schwaches Bindegewebe, zu erkennen an der so genannten Orangenhaut, der Cellulitis. Die hormonellen Veränderungen während einer Schwangerschaft führen oft zu einem hohen Cortisonspiegel, der die Elastizität der Haut vermindert.

Schwangerschaftsstreifen vorbeugen

  • Da die Dehnungsstreifen die Haut nachhaltig schädigen, ist es wichtig, unsere Tipps zu beherzigen. Aber trotz intensiver Pflege lassen sich die Streifen besonders bei Frauen mit schwachem Bindegewebe nicht immer vermeiden.
  • Achten Sie auf die Gewichtszunahme. Sie müssen sich nicht jeden Tag auf die Waage stellen, aber die beste Vorsorge ist eine gesunde Ernährung. Das bekommt auch dem Baby. Gehen Sie nicht jedem Essengelüst nach sondern versuchen Sie frisches Obst und Gemüse in die tägliche Ernährung einzuplanen.
  • Trinken Sie viel Wasser und Kräutertees. Das ist für Schwangere nicht immer so einfach, denn sie fühlen sich leicht aufgeschwemmt oder müssen oft die Toilette besuchen. Aber eine elastische Haut braucht ganz viel Feuchtigkeit von innen.
  • Bewegen Sie sich täglich und bleiben Sie so lange wie möglich sportlich. Regelmäßige Bewegung festigt das Bindegewebe.
  • Eine angenehme Pflicht ist für Schwangere das tägliche Cremen von Brust, Bauch und Oberschenkeln. Die trockene Haut wird gepflegt und die Schwangere fühlt sich wohl in ihrer Haut. Das Pflegemittel ist ganz einfach Geschmackssache. Es eignen sich sowohl pflanzliche Öle wie Mandel- oder Weizenkeimöle oder kosmetische Produkte. Jede Haut ist anders und deshalb sollten Sie selber ausprobieren, was Ihnen besonders gut gefällt.
  • Wer mag, kann vor dem Eincremen die Haut mit einer weichen Bürste oder einem Massagehandschuh in kreisenden Bewegungen im Uhrzeigersinn bürsten.
  • Auch eine Zupfmassage fördert die Durchblutung der Haut. Nach dem Einölen eine Hautfalte mit Daumen und Zeigefinger leicht hochziehen und etwas durchkneten.

Schwangerschaftsstreifen nachbehandeln
Frauen leiden nach der Geburt oft sehr unter den Dehnungsstreifen. Aber es ist nur ein lästiges kosmetisches Problem. Mit etwas Glück verblassen die Streifen mit der Zeit von ganz alleine. So schlimm sind die feinen weißen Linien auf der Haut dann gar nicht mehr. Teure kosmetische Cremeprodukte oder eine kostspielige Laserbehandlung bringen in der Regel nicht den gewünschten Erfolg. Auch ein Gang ins Sonnenstudio bringt nichts, weil die Stellen wie Narbengewebe erst nach einigen Jahren wieder etwas braun werden. Die beste Methode gegen Schwangerschaftsstreifen ist eine gesunde selbstbewusste Haltung: Es ist eine tolle Leistung, ein Kind auf die Welt zu bringen und so ein paar Streifen sind im Vergleich zu den großen Glücksgefühlen unbedeutend.

Veröffentlicht am 10. Juli 2009