Schwangerschaft

Die Wehen setzen ein: Was mache ich jetzt?

Die Wehen setzen ein: Was mache ich jetzt?
geschrieben von Heike Schultz

Der Geburtstermin steht unmittelbar bevor und Sie spüren ein heftiges Ziehen im ganzen Unterleib. Nun ist es wahrscheinlich soweit und Ihr Kind möchte das Licht der Welt erblicken. Aber meist kündigen sich die Wehen ganz allmählich an und Sie haben noch lange genug Zeit, sich auf die Geburt einzustellen.

Geburt kündigt sich bei jedem Kind anders an

Auch wer schon eine Geburt hinter sich hat, kann nie vorausplanen, wie es beim nächsten Mal ablaufen wird. Jede Schwangerschaft verläuft anders und jede Geburt kann sich durch die unterschiedlichsten Zeichen ankündigen. Bei manchen löst sich zuerst ein blutiger Schleimpfropf, andere spüren nur ein leichtes Ziehen wie beim Stuhlgang und bei manchen platzt irgendwann die Fruchtblase.

Bei geplatzter Fruchtblase sofort ins Krankenhaus

Sie merken es auf jeden Fall, wenn bei Ihnen die Fruchtblase platzt. Jetzt sollten Sie nicht mehr herumlaufen, sondern sich auf dem schnellsten Weg ins Krankenhaus begeben. Schützen Sie sich mit einer Damenbinde oder einem Handtuch. Bei geplatzter Fruchtblase besteht die Gefahr einer Infektion und Sie müssen auf jeden Fall ärztlich untersucht werden. Geraten Sie auf keinen Fall in Panik. Auch wenn die Fruchtblase nur gerissen ist und bloß wenig Flüssigkeit abgeht, sollten Sie sich so schnell wie möglich zu einem Arzt begeben.

Ruhig bleiben und Zeit stoppen

Spüren Sie ein leichtes Ziehen, das mit der Zeit immer stärker wird, stoppen Sie zunächst die Zeit zwischen den Schmerzwellen. Verständigen Sie jetzt Ihren Partner, wenn er bei der Geburt dabei sein möchte. Haben Sie schon Kinder, ist es jetzt an der Zeit, diese unterzubringen. Je nach Entfernung des Krankenhauses sollten Sie losfahren, wenn die Wehen in einem Abstand von etwa 10 Minuten kommen. Zur Sicherheit können Sie auch im Krankenhaus anrufen, sich dort schon einmal ankündigen und nachfragen, wie Sie sich am besten verhalten sollen.

Lenken Sie sich ab

Haben Sie noch Zeit bis zur Abfahrt ins Krankenhaus, versuchen Sie sich ein wenig abzulenken. Prüfen Sie noch einmal, ob Sie alles Nötige in die Krankenhaustasche gepackt haben. Bereiten Sie Ihrem Partner noch eine stärkende Mahlzeit zu, denn ihm stehen ein paar aufregende Stunden bevor. Sie selbst sollten nicht mehr viel essen, falls es zu Komplikationen kommen sollte und eine OP nötig wird. Telefonieren Sie eventuell noch einmal mit einer lieben Person oder lesen Sie in einem spannenden Buch.

So lange wie möglich in Bewegung bleiben

Sobald Sie im Krankenhaus ankommen, werden Sie erst einmal untersucht. Gerade beim ersten Kind kann sich der Geburtsvorgang noch über Stunden hinziehen. Auch wenn die Schmerzen immer stärker werden, sollten Sie so lange wie möglich in Bewegung bleiben und mit Unterstützung des Partners spazieren gehen oder noch einmal ausgiebig duschen. Die Hebamme wird Ihr Kind dabei überwachen und Ihnen wertvolle Tipps geben, damit die Geburt ein bleibendes Erlebnis wird.

Bildnachweis: Kzenon / stock.adobe.com

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Heike Schultz