Schwangerschaft

Darf man während der Schwangerschaft Sport machen?

Darf man während der Schwangerschaft Sport machen?
geschrieben von Heike Schultz

Bei einer normalen Schwangerschaft spricht nichts dagegen, sich sportlich zu betätigen. Übertreiben sollte man es allerdings nicht. So hilft Ihnen regelmäßige Bewegung, körperliche Beschwerden, die während der Schwangerschaft auftreten, besser in den Griff zu bekommen.

Sportliche Betätigung in der Schwangerschaft ist nicht nur erlaubt, sondern wird für das körperliche Wohlbefinden auch ausdrücklich empfohlen. Wer schon davor sehr aktiv war, darf sein Fitnessprogramm auch beibehalten. Einschränkungen gibt der Körper ganz allein vor, wenn etwa die Übelkeit in den ersten drei Monaten so groß ist, dass ohnehin die Lust auf Sport geschmälert wird oder wenn der Körper im letzten Drittel einen Umfang erreicht, der jede Bewegung zur Last werden lässt.

So lange sich die Frau aber wohl fühlt, darf sie auch Sport machen. Das hilft ihr sogar, mit dem ansteigenden Körpergewicht besser klar zu kommen, eventuelle Rückenschmerzen zu lindern und den Körper auf die Strapazen der Geburt vorzubereiten. Totale Verausgabung oder Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko sollten allerdings vermieden werden.

Welche Sportarten sind für Schwangere geeignet?

Generell am besten geeignet sind sanfte Ausdauersportarten wie Walking, Radfahren oder Schwimmen, wobei die Gelenke am wenigstens belastet werden. Schwimmen ist besonders ideal, weil hierbei mehrere Muskelgruppen gleichzeitig trainiert werden und sich das zusätzliche Körpergewicht nicht störend auf die Beweglichkeit auswirkt. Beim Radfahren sollte man auf ebenen und sicheren Wegen bleiben oder auf den Hometrainer zurückgreifen.

Mountainbiking und Rennradfahren sind für Schwangere nicht geeignet. Trainierte Jogger können auch während der Schwangerschaft weiterlaufen, müssen aber darauf achten, dass es nicht zu größeren Erschütterungen kommt und im letzten Schwangerschaftsdrittel besser auf Walking umstellen. Jegliche Art von Überhitzung oder totale Erschöpfung sind zu vermeiden. Außerdem sind alle Arten von Gymnastik oder leichtes Muskeltraining wie Yoga, Qi Gong, Pilates oder Aquafitness empfehlenswert. Auch gegen sanftes Aerobic oder Tanzen ist nichts einzuwenden.

Welche Sportarten sind nicht empfehlenswert?

Wenn das Verletzungsrisiko zu groß ist oder eine Gefahr für das Kind besteht, sollte man auf diesen Sport während der Schwangerschaft lieber verzichten. Dazu gehören alle Aktivitäten, bei denen man das Gleichgewicht verlieren und stürzen kann oder bei denen es zu großen Erschütterungen für das Ungeborene kommen kann. Es versteht sich von selbst, dass man zum Beispiel Klettertouren, wilde Kanufahrten oder Gleitschirmflüge bleiben lässt.

Aber auch Reiten, Inlineskaten oder Skifahren bärgen ein hohes Risiko in sich. Selbst vom Radfahren wird im letzten Schwangerschaftsdrittel oftmals abgeraten, weil zum einen eine hohe Sturzgefahr besteht und zum anderen durch die Stöße eine frühzeitige Wehentätigkeit ausgelöst werden kann.

Bildnachweis: Syda Productions / stock.adobe.com

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Heike Schultz