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Was tun gegen Prüfungsstress?

Was tun gegen Prüfungsstress?
geschrieben von Manuela Aberger

Wenn das Lernen vor einer anstehenden Prüfung nicht richtig funktioniert, ist ein Protein Schuld. Forscher konnten einen Zusammenhang bei Untersuchungen mit Mäusen beobachten. Künftig könnte es Medikamente gegen den Prüfungsstress geben.

Wie entsteht Prüfungsstress?

Hatten Sie auch schon öfter das Problem, dass Sie vor einer Prüfung plötzlich nichts mehr wissen, obwohl Sie den gesamten Stoff gelernt haben? Dieses Phänomen ist als Prüfungsstress bekannt geworden. Untersuchungen von deutschen Forschern zufolge existiert ein Mechanismus, der für den entstehenden Prüfungsstress mitverantwortlich sein könnte.

Bei durchgeführten Studien mit Mäusen wurde ein Schalter für die durch den Prüfungsstress bedingten Defizite beim Lernen entdeckt. Dieser arbeitet unabhängig von den allgemeinen Stresshormonen. Dies fand das Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München über Prüfungsstress heraus.

Proteinmangel als Verstärker

Als Ursache für die Lernblockade aufgrund von Prüfungsstress wurde ein Mangel des Proteins Homer1 im Hippocampus – dies ist die zentrale Region des Hirns, die für das Lernen zuständig ist – festgestellt. Der entstehende Prüfungsstress sorgt für eine Verringerung der Homer1-Menge, was wiederum zur Veränderung der Aktivität der Nervenzellen führen soll.

Die untersuchten Mäuse wurden einem bestimmten Stress ausgesetzt, indem die Wissenschaftler eine männliche Maus in den Käfig eines aggressiven Artgenossen für die Dauer von fünf Minuten setzten, welcher diesen Eindringling mit Angriffen und weiteren Attacken zu vertreiben versuchte.

Anders als in der freien Natur hatte diese Testmaus keine Chance dem Käfig zu entfliehen. Deshalb stand sie unter enorm starken Stress. Dies konnten durchgeführte Messungen der Stresshormone im Blut belegen.

Verringerung von Prüfungsstress

Wenn Sie auch regelmäßig von Prüfungsstress betroffen sind, kann es für Sie außerordentlich wichtig sein sich stets selbst zu sagen, dass Sie gut auf die Prüfung vorbereitet sind. Lediglich wenn Sie sich nicht vorbereitet haben müssen Sie etwas befürchten und haben somit auch Grund genug an Prüfungsstress zu leiden. Lassen Sie es aber am besten gar nicht soweit kommen.

Versuchen Sie am Tag der Prüfung nicht mehr zu lernen, sondern schalten Sie ab. Damit verringert sich der Prüfungsstress enorm. Zur Verringerung oder Vermeidung von Prüfungsstress eignet es sich am besten, wenn Sie ein gutes Buch lesen oder zum Ausgleich Sport treiben. Bei vorhandenem Prüfungsstress hat sich bisher auch genügend Schlaf bewährt. Versuchen Sie abends im Bett nicht über mögliche Prüfungsfragen nachzugrübeln. Damit machen Sie sich nur noch zusätzlichen Druck.

Lernen in Gruppen als Hilfsmittel

Um optimal und ohne Prüfungsstress lernen zu können, hat es sich außerdem bewährt, mit anderen Mitschülern Arbeitsgruppen zu bilden und gemeinsam zu lernen. Gut gegen Prüfungsstress ist es auch, sich vorher noch einmal die wichtigsten Punkte aufzuschreiben und beispielsweise am heimischen Computer ein eigenes kleines Referat auszuarbeiten.

Nutzen Sie die Gelegenheit sich immer wieder abhören zu lassen. Auch dies hilft den Prüfungsstress in Grenzen zu halten. Damit Prüfungsstress erst gar nicht auftritt, sollten Sie mit den Vorbereitungen bestenfalls schon zwei Monate vorher beginnen.

Bildnachweis: AntonioDiaz / stock.adobe.com

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Manuela Aberger