Schule

Was haben Kinder nur gegen Mathe?

Was haben Kinder nur gegen Mathe?
geschrieben von Burkhard Strack

“Mathematik ist das Alphabet, mit dem Gott die Welt geschrieben hat”, so Galileo Galilei. Eine Hiobsbotschaft für Schüler, die mit der Rechenkunde ringen. Nachmittags ziehen sich die Mathematikhausaufgaben in die Länge und oft braucht man Nachhilfestunden, um sie in den Griff zu bekommen. Aber wieso bereitet gerade dieses essentielle Fach Kindern so viele Probleme?

Viele Schüler assoziieren Mathematik mit Abneigung oder Angst und das bemerkt man auch in den Zensuren: jeder Dritte kann mindestens eine Vier in diesem Unterrichtsfach vorweisen. Mathematik soll aber keine Qual sein, sie kann sogar Spaß machen. Um Kindern die schönere Seite dieses Bereiches näher zu bringen, muss man erst das Übel an der Wurzel packen.

Die falsche Lehrmethodik

Leider haben nicht alle Lehrer die beste Methodik, den Kindern Mathematik beizubringen. Manchmal gehen Lehrer den Unterrichtsstoff zu schnell durch oder geben unzureichende Erklärungen, sodass die Schüler nicht folgen können und  Verständnislücken zurückbleiben. Es gibt sogar Lehrer, die mit bestimmten Inhalten des Stoffs nicht wirklich zurechtkommen und dieses Gefühl ihren Schülern übermitteln.

Nicht zuletzt gibt es Lehrer, die einfach zu streng sind und bei Kindern Angst auslösen. Die Abneigung gegen einen Lehrer kann sich dann zur Abneigung gegen das gesamte Fach entwickeln. In diesem Fall wäre es sinnvoll, ein paar Kurse mit einem anderen Lehrer auszuprobieren und zu beobachten, ob es zu besseren Ergebnissen führt.

Typische Probleme von Schülern

Doch nicht immer ist der Lehrer das Problem. Der häufigste Grund, warum Schüler Mathematik nicht mögen, ist, weil sie sich damit schwer oder überhaupt nicht zurechtfinden. Aber das führt zu einer weiteren Frage: warum haben manche Kinder Probleme im Mathematik? Die Ursachen sind vielfach. Manche Kinder können zum Beispiel den Prozess hinter einer Aufgabenlösung verstehen, können aber wegen Arbeitsgedächtnisdefiziten die einzelnen Schritte der Aufgabe nicht lang genug im Kopf behalten, um sie anzuwenden.

Einige Kinder können Probleme bei der Niederschrift haben, sie denken an eine Nummer und schreiben eine andere, während andere Schüler schlicht das Konzept hinter der Aufgabe nicht verstehen. Um die Fehler zu entdecken und zu verbessern, muss man die Arbeitsweise genau verfolgen und eine eigene Herangehensweise entwickeln.

Was tun bei Dyskalkulie?

Trotz der Schwierigkeiten können viele Kinder die mathematischen Konzepte mit mehr oder weniger zusätzlicher Arbeit verstehen und erfolgreich anwenden. Allerdings gibt es einige Kinder, etwa fünf bis sechs Prozent, die den Stoff schwerer begreifen werden. Bei ihnen kann eventuell eine Dyskalkulie vorliegen, eine Lernbehinderung, die das arithmetische Denken beeinträchtigt. Anzeichen dafür sind Schwierigkeiten beim Zählen, langsame oder fehlende Erkennung der Anzahl von Objekten oder Berechnungsschwierigkeiten. Wenn Sie diese Anzeichen erkennen, sollen Sie einen Arzt aufsuchen. Die möglichst frühzeitige Therapie kann den Lernverlauf bedeutend positiv beeinflussen.

Obwohl viele Schüler anfangs Mathematik nicht mögen oder es schwierig finden, kann sich die Meinung später im Leben verändern, wenn die Schüler einen Lehrer finden, der Ihnen den Stoff gut erklärt und es mit Dinge verbindet, die sie interessieren.

Bildnachweis: detailblick-foto / stock.adobe.com

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Über Ihren Experten

Burkhard Strack

Burkhard Strack ist Fachjournalist (DFJV-Mitglied) in den Ressorts Gesundheit, Finanzen und Marketing, Werbeprofi (Google AdWords Premium Partner) und Inhaber des Beraterportals experto.de.