Schule

So können Sie Ihr Kind zum Lesen motivieren

So können Sie Ihr Kind zum Lesen motivieren
geschrieben von Manuela Aberger

Lesen ist wichtig, damit sich Ihr Kind optimal entwickeln und in der Schule entsprechende Leistungen erbringen kann. Doch was tun, wenn die Tochter lieber den ganzen Tag über vor dem Fernseher sitzt, anstatt ein wenig zu lesen oder der Sohn sich rund um die Uhr auf dem Fußballplatz befindet? Verzichten Sie auf Zwang, Druck und Drohungen, wenn Sie Ihr Kind zum Lesen motivieren möchten.

Mangelnde Lust zum Lesen hat Auswirkungen

Unlust in Bezug auf das Lesen wirkt sich negativ auf die Rechtschreibung Ihres Kindes aus. Der Grund hierfür besteht darin, dass man sich beim Lesen Wörter regelmäßig ansieht und unbewusst in das eigene Denken integriert. Kindern die nicht lesen, fehlt diese Erfahrung. Dadurch entwickelt sich das Wortbildgedächtnis betroffener Kinder im Vergleich zu jenen, die regelmäßig ein Buch lesen deutlich langsamer.

Schlechte Lesefähigkeit und langsames Rechnen in Korrelation

Wer zu wenig liest, läuft Gefahr in der dritten Klasse nicht besser als ein Erstklässler zu lesen. Betroffene verlesen sich ständig und Textaufgaben sowie Arbeitsanweisungen werden nicht selten falsch oder überhaupt nicht verstanden. Da ist es kein Wunder, wenn mit der Zeit auch Probleme in der Mathematik zu Tage treten, obwohl das Kind eigentlich sehr gute rechnerische Fähigkeiten hätte.

Sorgen Sie für Neugierde und Spannung

Lesen Sie Ihrem Kind heute Abend vor dem Schlafengehen ein Buch vor. Lesen Sie dieses aber bloß nicht zu Ende, sondern beenden Sie das Vorlesen sofort, wenn Sie an einer besonders spannenden Stelle angekommen sind. Legen Sie das Buch anschließend neben das Bett Ihres Kindes, sagen Sie „Gute Nacht“ und verlassen Sie das Schlafzimmer. Das Ziel dieser Aktion soll es sein, dass Ihr Kind derart neugierig auf die Fortsetzung der Geschichte ist, dass es das Buch selbst zu Ende liest.

Die persönliche Story als Wundermittel

Eine gute Wahl kann es sein, ein ganz persönliches Buch, das individuell auf Ihr Kind abgestimmt ist, zu verfassen. Dieses muss gar nicht so lang ausfallen. Zehn bis zwanzig Seiten reichen völlig aus. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor: Lassen Sie sich jeden Tag erzählen, was Ihr Kind tagsüber so erlebt hat. Picken Sie sich anschließend die zwei wichtigsten Ereignisse heraus und dokumentieren Sie diese in Ihrem Werk.

Erteilen Sie Ihrem Kind anschließend die Aufgabe, jeden Tag zwei Seiten Ihres Buches zu lesen. Sie werden bald erkennen, dass Ihr Kind stolz auf Sie ist, weil Sie ein Buch nur für es vefasst haben. Allein das reicht aus, damit Ihr Kind sich freiwillig dazu entscheidet, es zu lesen.

Kind zum Lesen motivieren mit Eigenverantwortung

Wenn Sie Ihr Kind zum Lesen motivieren möchten, kaufen Sie ihm ein paar Bücher, die eine möglichst geringe Seitenanzahl aufweisen. Übertragen Sie ihm anschließend die Aufgabe, jeden Abend eines davon zu lesen. Bitten Sie es darum, Ihnen beim Frühstück zu erzählen, worum es in seinem Buch ging, was ihm besonders gut und was ihm hingegen weniger gefiel.

Unterschiedliche Orte können Kind zum Lesen motivieren

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind nicht ständig am selben Ort liest. Unter anderem können sich

  • die Badewanne
  • das Bett
  • der Esstisch
  • das bequeme Sofa
  • die Toilette
  • oder sogar die Hängematte

als geeignete Plätze für das angestrebte Ziel eignen. Lassen Sie Ihr Kind nach jedem Lesen reflektieren, wo es sich am wohlsten gefühlt hat und wo es die meisten Seiten geschafft hat. Dort sollten Sie Ihr Kind öfter lesen lassen.

Alle genannten Tipps eignen sich dazu, um Ihr Kind zum Lesen zu motivieren. Welche Option für Sie und Ihr Kind am besten passt, müssen Sie praktisch erproben. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Kind auf jeden Fall gutes Gelingen.

Ihre Manuela Aberger

Bildnachweis: Natallia Vintsik / stock.adobe.com

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